Shampoo als Haarwuchsmittel Titelbild

Shampoo als Haarwuchsmittel? Geht das?

Die Haare werden immer dünner und fallen sogar vermehrt aus? Vielleicht entdeckt man plötzlich auch runde bis ovale Stellen in der Frisur. Stellen, an denen keine Haare mehr wachsen. Nicht nur Männer, auch Frauen sind von diesem Problem häufig betroffen. Und nicht selten kommt dann gleich Panik auf. In diesem Moment beginnen viele Betroffene schnell nach dem richtigen Haarwuchsmittel zu suchen, damit es nur ja nicht zur Glatze kommt! Oft sind es spezielle Pflegeprodukte, die mit vollem, geschmeidigem Haar werben. Aber gibt es Shampoos, die wirklich das Haarwachstum wieder ankurbeln können? Wir geben die Antworten.

Haarwuchsmittel Shampoos: einfach waschen und die Haare wachsen wieder?

Nahezu jeder weiß von einem angeblich bewährten Hausmittel oder natürlichem Haarwuchsmittel oder Shampoo zu berichten, dass die Haare wieder wachsen lässt. Daneben gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel, Haarwasser, Tinkturen oder Shampoos die als Haarwuchsmittel dienen sollen. Vieles davon ist nicht wirklich dazu geeignet, das Haupthaar wieder in alter Pracht sprießen zu lassen – anderes schon eher.

Einige spezielle Shampoos scheinen tatsächlich eine positive Wirkung auf die Haardichte und Haarfestigkeit zu haben. Mit diesen Haarwuchsmitteln lässt sich der Verlust der Haarpracht zwar nicht stoppen oder gar umkehren. Aber einige Mittel wie minoxidil– haltiges Shampoos können die Haarwurzel stärken und das Haarwachstum unter Umständen dadurch auf Dauer anregen.

Shampoos für Haarwuchs

Vor allem Shampoos, die beispielsweise Koffein, Rizinusöl, Kokosöl, Arganöl, Bockshornklee, Keratin, Biotin oder Zink enthalten, scheinen einen positiven Effekt auf die Haargesundheit zu haben. 

Um als Haarwuchsmittel dienen zu können, muss solch ein Haarwuchs-Shampoo regelmäßig über mehrere Wochen, oder besser sogar über mehrere Monate lang verwendet werden, damit Ergebnisse messbar sind. Und teilweise (zum Beispiel bei Shampoos mit Koffein) konnte eine positive Wirkung bisher nur im Laborversuch eindeutig nachgewiesen werden.

Wie gut funktionieren Shampoos als Haarwuchsmittel?

Der Arzneistoff Minoxidil ist ursprünglich ein Antihypertonikum – also ein Mittel gegen Bluthochdruck. Als es in den 1970er-Jahren bei Bluthochdruck-Patienten eingesetzt wurde, klagten diese über eine ganz spezielle Nebenwirkung. Und zwar kam es während der Einnahme zu verstärktem Haarwuchs auch an ungewollten Körperstellen. 

Schnell wurden spezielle Haarwuchsmittel mit Minoxidil entwickelt. Heute sind verschiedene Präparate als Schaum oder Lösung zur äußerlichen Anwendung als Haarwuchsmittel auf dem Markt erhältlich. Haarwuchsmittel auf Minoxidil-Basis sind in Deutschland zwar rezeptfrei, jedoch apothekenpflichtig. 

Als Tinktur oder Shampoo gegen Haarausfall wird Minoxidil lokal beim androgenetischen Haarverlust angewendet. Es konnte sowohl eine deutliche Verlangsamung des Verlaufs als auch teilweise ein vermehrter Haarwuchs beobachtet werden.

Wird das Minoxidil zur äußerlichen Anwendung wieder abgesetzt, geht der positive Effekt jedoch sehr schnell wieder verloren.

Der genaue Wirkmechanismus von Minoxidil auf das Haarwachstum ist noch nicht vollständig erforscht. Allerdings gilt es als gesichert, dass der Arzneistoff unter anderem die Durchblutung der Kopfhaut anregt und dadurch die Haarwurzeln kräftigt.

Shampoo als Haarwuchsmittel

Anwendung und Nebenwirkung von minoxidilhaltigen Haarwuchsmitteln

In der Regel wird für Männer mit erblich bedingtem Haarausfall eine fünfprozentige Lösung beziehungsweise ein Schaum mit einer ebenso hohen Konzentration des Wirkstoffs eingesetzt. Frauen erhalten normalerweise eine zweiprozentige Lösung oder einen entsprechenden Schaum. Das Präparat muss zweimal täglich auf die betroffenen Stellen auf der Kopfhaut aufgetragen werden

Als Nebenwirkungen wurden unter anderem Reizungen und Entzündung der Haut beobachtet. Schwerere Nebenwirkungen, die bei der oralen Einnahme gegen Bluthochdruck vorkommen können, sind bei der Behandlung wenn überhaupt, dann nur äußerst selten und in stark abgeschwächter Form zu befürchten. Vor Herzrasen, Ödemen, Schwindel oder Schwächegefühl muss man im Allgemeinen also keine Angst haben. Trotzdem sollten Nutzer bei Problemen einen Arzt für ein Beratungsgespräch aufsuchen.

Wann können Shampoos als Haarwuchmittel weiterhelfen?

Leider ist nicht jede Form von Haarverlust mit einem Shampoo behandelbar. Es gibt verschiedene Formen, die nicht alle mit einem Shampoo behandelt werden können. 

Die häufigsten Formen von Haarverlust sind:

  1. Androgenetischer Haarverlust betrifft vorwiegend Menschen ab dem mittleren Lebensalter (30 bis 50 Jahre). Die Ursache liegt in genetischen und hormonellen Faktoren, die dafür sorgen, dass die Wachstumsphasen der einzelnen Haare kürzer werden. Meist beginnt er an den Schläfen, es kommt zu den bekannten „Geheimratsecken“. Bei Männern bildet sich oft am Hinterkopf eine kahle Stelle, während Frauen eher in der Kopfmitte weniger Haare haben als zuvor.
  2. Kreisrunder Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, liegt vor, wenn relativ plötzlich runde oder ovale kahle Stellen am Kopf auftauchen. Selten sind auch andere behaarte Körperpartien – zu Beispiel der Bart bei Männern – betroffen. Hierbei ist die Ursache eine Autoimmunerkrankung, die sowohl Männer als auch Frauen meist in jungen Jahren (vor dem 30. Lebensjahr) trifft.
  3. Diffuser Haarausfall kann in jedem Lebensalter auftreten. Kennzeichnend ist ein deutlicher Haarverlust an allen Regionen des Kopfes. Die Gründe können eine Veränderung des Hormonhaushaltes, eine Stoffwechselerkrankung, bestimmte Medikamente, Infektionen oder eine Mangelernährung sein. 
  4. Traktionsalopezie entsteht durch mechanische Belastung oder Hitzeeinwirkung. Das kann beispielsweise bei zu stramm sitzenden Haargummis der Fall sein oder auch bei häufiger Verwendung eines zu heißen Lockenstabes.

Ob die Haare wieder dicht und voll nachwachsen können, wenn sie erstmal ausgefallen sind, hängt von der Ursache ab. Solange die Haarwurzel noch nicht abgestorben (oder wie im Fall einer Traktionsalopezie, ausgerissen wurde), kann das Haarwachstum durch entsprechende Pflege wieder angeregt werden. Hierzu gehören Shampoos mit den richtigen Nährstoffen – oder wie beschrieben Minoxidil. Außerdem sollten Betroffene auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, damit die Haare mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Bei hormonell bedingter Alopezie muss die Ursache von einem Arzt behandelt werden.

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