Schwellung nach Haartransplantation

Für viele Menschen ist die Haartransplantation der letzte Ausweg, um ihren Haarausfall zu stoppen. Eine Haarverpflanzung ist eine Operation, wenn auch ein minimalinvasiver Routineeingriff. Dennoch kann es nach dem Eingriff zu einer Schwellung am Kopf kommen. Dies ist völlig normal. Die Schwellung klingt nach der Haartransplantation jedoch sehr schnell wieder ab, wenn Sie gewisse Pflegehinweise beachten und einhalten. Wie stark die Schwellung ausfällt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und unter anderem von der Methode abhängig, die für den Eingriff angewendet wurde. Die DHI-Methode führt für gewöhnlich zu weniger Schwellungen.

Warum kommt es nach einer Haartransplantation zu Schwellungen?

Bei einer Haarverpflanzung handelt es sich um einen kosmetischen Eingriff. Kahle Stellen auf der Kopfhaut können das Selbstbewusstsein sehr stark negativ beeinflussen und sogar zu Depressionen führen. Eine Haartransplantation kann Ihnen dabei helfen, Ihr Selbstbewusstsein zurückzuerlangen und zu mehr Lebensqualität führen. Der Eingriff ist mit sehr wenigen Risiken verbunden.

Ohne eine Betäubung wäre die Haartransplantation sehr schmerzhaft. Aus diesem Grund wird Ihre Kopfhaut vor dem operativen Eingriff lokal betäubt. Das Betäubungsmittel wird mit Hilfe einer hauchdünnen Nadel in das Spenderareal, in dem die Spenderhaare entnommen werden, und in die Stellen injiziert, in denen die Spenderhaare verpflanzt werden sollen.

Die Haartransplantation kann bis zu acht Stunden dauern. Je nach Dauer des Eingriffs muss das Betäubungsmittel in der richtigen Höhe dosiert werden. Nachdem die Haare aus dem Spenderbereich entnommen wurden und wieder eingesetzt wurden, sammelt sich an den Entnahmestellen und im Empfängerbereich Wundflüssigkeit an. Das ist völlig normal. Die Kopfhaut wurde schließlich ‚verletzt‘. Sie versucht nun sich selbst zu heilen, indem sie Wundflüssigkeit bildet. Es kommt zu Rötungen und Krustenbildung auf der Kopfhaut sowie zu Schwellungen.

Die Schwellungen treten überwiegend im Bereich der Stirn und bei den Augen auf. Aber auch auf der Kopfhaut kann es zu Schwellungen kommen. Dies liegt daran, dass Ihr Lymphsystem nach der Operation auf Hochtouren arbeitet. Es sorgt dafür, dass eventuelle Keime auf der Kopfhaut einfach ausgeschieden werden. Ihr Lymphsystem verhindert, dass Sie eine Infektion erleiden. Die Schwellungen entstehen also, weil sich in den betroffenen Bereichen Lymphe ansammelt und das Betäubungsmittel wieder aus dem Körper ausgeschwemmt wird.

Wie stark die Schwellungen sind, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei manchen Patienten bleiben die Schwellungen sogar aus. Auch wenn sie unangenehm sind und kosmetisch gesehen für viele Betroffene ein Problem sind, sind die Schwellungen harmlos und völlig normal. Sie können jedoch einiges dafür tun, dass die Schwellungen schneller wieder abklingen.

Kann man die Schwellung verhindern?

Wenn Sie sich nach der Haartransplantation an die Pflegehinweise des Haarchirurgen halten, ist es gut möglich, dass Sie keine Schwellungen bekommen oder diese deutlich weniger stark auftreten. Nach der Haarverpflanzung ist es wichtig, dass Sie in den ersten drei Tagen ein Stirnband tragen. Dieses bekommen Sie für gewöhnlich von der Haarklinik zur Verfügung gestellt. In den ersten fünf Nächten nach dem Eingriff dürfen Sie nur auf dem Rücken schlafen. Verwenden Sie dafür ein Nackenkissen mit einer Einmalunterlage, die Sie jede Nacht wechseln. In den ersten Tagen ist es wichtig, dass Sie sich nicht nach vorne beugen oder bücken. In den ersten zwei Wochen nach der Haartransplantation müssen Sie auf körperliche Anstrengungen und Sport verzichten.

Wenn Sie auf dem Rücken schlafen und sich nicht nach vorne beugen, verhindern Sie dass das Betäubungsmittel in Richtung Ihres Gesichts fließt. Vermeiden Sie beim Putzen Ihrer Nase zu starkes Schnäuzen. Dies könnte die Schwellung verstärken.

Nachts dürfen Sie ohne das Stirnband schlafen. Nach drei Tagen dürfen Sie es ganz weglassen. Falls nach der Haarverpflanzung Schwellungen entstanden sind, verschwinden diese für gewöhnlich nach zwei bis fünf Tagen von selbst. Falls Sie die Schwellungen zu stark stören, kann Ihnen ein Entwässerungsmittel helfen. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Arzt beraten.

Trinken Sie ausreichend Wasser!

Die Haartransplantation ist eine minimalinvasive Operation. Ihr Körper muss sich nach dem Eingriff erst wieder regenerieren. Sie können diesen Prozess gezielt unterstützten, indem Sie sich Ruhe gönnen und viel Wasser trinken. Am Tag nach der Haarverpflanzung müssen Sie leider auf den Genuss von Kaffee verzichten, da dieser durchblutungsfördernd wirkt und Nachblutungen begünstigen könnte.

In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Trinken Sie am besten Wasser! In den ersten drei Tagen sollten Sie täglich drei Liter Wasser trinken, da der Körper das Betäubungsmittel in dieser Zeit ausschwemmt. Wenn Sie ausreichend trinken, kann die Schwellung sogar noch schneller wieder abklingen. In den ersten fünf Tagen nach der Operation sollten Sie auf Salz verzichten oder Ihren Salzkonsum sehr stark einschränken. Salz kann schließlich zu Wassereinlagerungen führen und somit verhindern, dass die Schwellung schneller abklingt.

Vermeiden Sie körperliche Anstrengung nach dem Eingriff

Wenn Sie nach der Haartransplantation körperliche Anstrengungen in Kauf nehmen, können die Schwellungen sich verstärken. Durch körperliche Anstrengung kann der Heilungsprozess nur verzögert stattfinden. Vermeiden Sie in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff körperliche Arbeit, Sport und Sex. Bei körperlicher Anstrengung kann es zu Bewegungen kommen, die das Anwachsen der Haare negativ beeinträchtigen. Zudem können die Schwellungen verstärkt werden.

Beim Sport und anderen körperlichen Anstrengungen beginnen Sie zu schwitzen. Der Schweiß kann die Krusten im Spenderbereich und im Empfängerareal aufweichen und somit zu Infektionen führen. Die Schwellung kann zudem nur abklingen, wenn Sie sich Ruhe gönnen.

Wie verläuft der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation?

In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist es möglich, dass Sie Schwellungen auf der Kopfhaut, im Stirnbereich und an den Augen haben. Diese klingen jedoch spätestens nach fünf Tagen wieder ab. Die Schwellungen sind völlig normal. Außerdem kann es zu Juckreiz kommen. Sie sollten sich die Kopfhaut nicht kratzen, sonst können Sie die transplantierten Haare herausreißen, was wiederum zu Infektionen führen könnte. Die Rötungen auf der Kopfhaut klingen, je nach angewandter Methode, nach 10 bis 14 Tagen ab. Dann fallen auch die Krusten ab.

Wie pflegt man die Haare nach der Haarverpflanzung?

Sie können das Anwachsen der Haare gezielt fördern, wenn Sie die die Bereiche, in denen die Haare implantiert wurden stets feucht halten. Für diesen Zweck erhalten Sie in der Haarklinik ein spezielles Feuchtigkeitsspray.

Zwei Tage nach der Haartransplantation können Sie sich Ihre Haare das erste Mal waschen. Bevor Sie dies tun, tragen Sie eine Speziallotion auf Ihre Kopfhaut auf, ohne die Kopfhaut zu reiben. Die Lotion muss 45 Minuten lang einwirken. Sie kann unter anderem auch Schwellungen lindern. Im Anschluss können Sie die Lotion mit einem mittelhartem Wasserstrahl und lauwarmem Wasser abspülen.

Tragen Sie nun das Spezialshampoo auf und lassen Sie es ein paar Minuten einwirken, ehe Sie Ihre Haare ausspülen. Nach dem Eingriff fallen die implantierten Haare nach zwei bis sechs Wochen wieder aus, was ein völliger normaler Prozess ist. Die Haarfollikel regenerieren sich wieder. Nach drei Monaten wachsen die Haare zunächst dünn nach, um dann im Laufe der Zeit immer stärker zu werden. Nach etwa 12 bis 18 Monaten haben Sie das endgültige Ergebnis Ihrer Haarverpflanzung erreicht.

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