Jürgen Klopp Haare – Hatte er eine Haartransplantation?

Lange Zeit waren Schönheitsoperationen oder kosmetische Eingriffe den Reichen und Schönen vorbehalten. Heutzutage sind Schönheitsoperationen kein Grund mehr sich zu schämen. Auch immer mehr Privatpersonen helfen der Natur auf die Sprünge. So auch der beliebte Liverpool-Fußballtrainer Jürgen Klopp, der den meisten noch als BVB-Trainer in Erinnerung sein dürfte. Er hat eine Haartransplantation durchführen lassen. Aber wie kam es dazu?

Die Idee zur Haartransplantation

Jürgen Klopp saß mit seinen Söhnen und einem Freund, der Arzt ist, zusammen an einem Tisch. Sie unterhielten sich darüber, was sie an sich ändern würden, wenn sie könnten. Schließlich hat ja jeder etwas, dass ihm an ihm selbst nicht gefällt. Dem Fußballtrainer fiel zunächst nichts ein. Dann dachte er nach und ihm fiel ein Foto ein, das ihn von hinten zeigte, ebenso wie seine immer lichter werdenden Haare am Hinterkopf. Also sagte Klopp, dass er sich seine Haare machen lassen würde, wenn er könnte.

Der Arzt-Freund meinte dann, dass dies doch gar kein Problem sei und er einen Arzt kenne, der eine wahre Koryphäe auf diesem Gebiet sei. Er überredete Jürgen Klopp dazu, sich einen Termin zu machen.

Der Termin beim Haarchirurgen

Nur vier Tage später ging der ehemalige BVB-Trainer zum Arzt. Er sprach über die lichter werdenden Haare am Hinterkopf. Seine Geheimratsecken störten ihn eigentlich nicht. Doch als der Arzt ihm Linien auf die Stirn zeichnete, war er irritiert und wollte wissen, was der Arzt dort machen würde. Er hätte ein Problem mit den Haaren am Hinterkopf. Der Arzt meinte daraufhin, dass er am Hinterkopf ausreichend Haare hätte, aber im Bereich der Stirn, könne man etwas machen.

Jürgen Klopp hat den Schritt nicht bereut

Jürgen Klopp sagt von sich selbst, dass er ein wenig eitel sei. Zudem gehe er Probleme gerne direkt an. Wenn er merke, dass er Kopfschmerzen bekomme, würde er lieber gleich eine Tablette nehmen, um Schlimmeres zu verhindern. So war es auch mit den Haaren. Bevor er eine Glatze bekommen würde, würde er sich doch lieber einer Haartransplantation unterziehen, was er dann auch tat.

Der Arzt hat Klopp auf alle Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen

So musste er in den ersten Tagen mit Schwellungen zurechtkommen, die jedoch von Tag zu Tag mehr abgeklungen sind. Das heutige Ergebnis kann sich sehen lassen, sodass Klopp den Eingriff nicht bereut hat. Stattdessen kann er sich nun über volles und dichtes Haar freuen.

Bei einer Haartransplantation werden keine neuen Haare verpflanzt. Sie bekommen also nicht mehr Haare, sondern die eigenen Haare werden so auf dem Kopf verteilt, dass sie letztendlich voller wirken. Nach einer erfolgreichen Haarverpflanzung fallen einmal verpflanzte Haare zudem nicht wieder aus.

Die häufigste Ursache für Haarausfall

Die häufigste Ursache für Haarverlust ist der genetisch bedingte Haarausfall, den man auch als androgenetische Alopezie bezeichnet. Dabei entstehen bei Männern zunächst meistens die sogenannten Geheimratsecken oder die Oberkopfglatze. Der Haarkranz wird meist erst im hohen Alter dünner. Daher eignet sich dieser hervorragend als Spenderareal für die Haare, die dann später an den kahlen Stellen wieder eingepflanzt werden. Dort fallen Sie nicht wieder aus und wachsen einfach weiter.

Vom genetisch bedingten Haarausfall sind überwiegend Männer betroffen, wobei auch Frauen darunter leiden können. Bei Frauen zeigt sich diese Form des Haarverlustes jedoch anders. Bei Frauen fallen die Haare am Scheitel aus, sodass die Haare dort lichter werden und die Kopfhaut durchscheint.

Jürgen Klopp litt ebenfalls an der androgenen Alopezie. Mit Hilfe der modernen Haarchirurgie hat er sie jedoch in den Griff bekommen und hat heute volles und dichtes Haar.

Verschiedene Techniken zur Haarverpflanzung

Für die Haartransplantation gibt es verschiedene Techniken. Grob wird zwischen der sogenannten FUE-Methode und der Streifentechnik unterschieden. Bei der FUE-Technik werden dem Patienten einzelne Spenderhaare entnommen und diese wieder einzeln an den kahlen Stellen eingesetzt. Bei der Streifentechnik wird dem Patienten ein Hautstreifen mit Haaren aus dem Hinterkopf entnommen. Der Hautstreifen wird dann anschließend in viele kleine Teile zerlegt, sodass die einzelnen Haarwurzeln daraus gewonnen werden können.

Die FUE-Methode ist ziemlich zeitaufwändig und kann bei einer hohen Anzahl von Haarwurzeln, die verpflanzt werden müssen, mehrere Sitzungen bzw. Tage in Anspruch nehmen. Für die Streifentechnik wird etwa ein Tag benötigt. Dafür müssen die Betroffenen mit einer Narbe auf der Kopfhaut leben, die jedoch für gewöhnlich später von den eigenen Haaren verdeckt wird. Auf der Narbe können auf natürliche Weise keine Haare mehr wachsen.

Der entnommene Hautstreifen ist etwa 2 cm breit und etwa 20 cm lang. Das heißt, die Narbe wird nachdem sie vernäht wurde etwa fünf Millimeter breit und 20 cm lang sein. Die Haut im Nacken wird häufig bewegt, was zur Folge haben kann, dass die Narbe noch größer wird. Die FUE-Methode nimmt unter Umständen zwar mehr Zeit in Anspruch, dafür ist sie für den Patienten aber schonender. Zudem bleiben nur sogenannte Mikronarben zurück, die kaum sichtbar sind. Bei den meisten Patienten sind sie gar nicht mehr sichtbar, wenn die Haare nachgewachsen sind. Ein Laie wird den Eingriff nicht erkennen. Nur das geschulte Auge eines Profis könnte bei genauer Ansicht der Kopfhaut feststellen, dass eine Haartransplantation vorgenommen wurde.

Brust- und Barthaare sind als Spenderhaare geeignet

Falls Sie nicht das Glück haben, wie Jürgen Klopp, über ausreichend Spenderhaare am Kopf zu verfügen, können für die Haartransplantation auch Ihre Brust- oder Barthaare verwendet werden. Allerdings wachsen diese Haare meistens stärker als die Kopfhaare. Die Bart- und Brusthaare sind also dicker. Im Bereich des Vorderkopfes könnte es auffallen, dass es sich dabei nicht um Kopfhaare handelt. An unauffälligen Stellen sind sie jedoch gut als Spenderhaare geeignet.

Die Haartransplantation mit Spenderhaaren, die nicht vom Hinterkopf stammen, ist etwas aufwendiger, da die Haare speziell aufbereitet werden müssen. Aus diesem Grund ist die Haarverpflanzung mit diesen Haaren auch circa 1.000 bis 2.000 Euro teurer als eine ‚herkömmliche‘ Haartransplantation.

Für kleinere Geheimratsecken muss man mit Kosten in Höhe von ungefähr 3.000 Euro rechnen. Eine Haartransplantation für eine gesamte Oberkopfglatze kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Die meisten Haarkliniken bieten jedoch eine Zahlung in Raten an. So ist es grundsätzlich für jeden möglich, sich selbst volles und gesundes Haar zu schenken. Diese Investition muss man dann auch nur einmal tätigen. Schließlich halten einmal verpflanzte Haare ein Leben lang. Sie müssen also nie wieder in teure Spezial-Haarpflegeprodukte und Haarwuchsmittel investieren. Das Ergebnis von Jürgen Klopp spricht außerdem für sich!

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