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Homöopathie bei Haarausfall: Alles, was Sie dazu wissen sollten

Immer lichter werdendes Haar ist oft nicht nur ein kosmetisches Problem. Nicht selten leidet auch die Psyche der Betroffenen darunter. Viele greifen dann zu Spezialshampoos oder Hausmitteln, um die Haare wieder neu und dichter sprießen zu lassen. Andere fragen beim Apotheker nach, was gegen die Alopezie (so der Fachausdruck für Haarausfall) helfen kann. Die Mittel, die ihnen dann möglicherweise angeboten werden, schrecken einige ab – denn die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen! Unwillkürlich taucht dann die Frage auf: Kann nicht auch die Homöopathie bei Haarausfall helfen? Wir geben die Antwort. 

In diesen Fällen kann die Homöopathie bei Haarausfall eingesetzt werden

Liegt ein deutlicher Haarausfall vor (mehr als 100 Tage pro Tag über einen Zeitraum von mehreren Wochen), sollten Betroffene gemeinsam mit ihrem Arzt die Ursachen für den Verlust der Lockenpracht festgestellt werden.

Nicht jede Form von Haarausfall kann durch Globuli oder andere homöopathische Ansätze behandelt werden. Ein Arzt sollte deswegen überprüfen, ob Stress, hormonelle Veränderungen, Infektionen oder andere Ursachen für die sich lichtende Haarpracht ausgeschlossen werden können. Mithilfe eines Blutbildes können viele Erkrankungen ausgeschlossen werden. So steht schon bald fest, ob es sich beispielsweise um erblich bedingten Haarausfall handelt oder ob übermäßiger Stress daran Schuld ist, ob eine Mangelernährung oder vielleicht sogar eine Erkrankung vorliegt.

Je nach Ursache wird dann die Therapie – auf Wunsch auch mit homöopathischen Mitteln – angepasst. Möglicherweise kann die wirkliche Ursache nicht auf Anhieb festgestellt werden. In diesem Fall können die Betroffenen mehrere einzelne homöopathische Mittel im Abstand einer gewissen Zeit hintereinander testen, bis das passende gefunden ist. 

Homöopathie bei Haarausfall

Darf man Homöopathie bei Haarausfall auch selbst anwenden – wie sind die Erfahrungen?

Grundsätzlich sind die homöopathischen Mittel auf pflanzlicher Basis für die meisten Menschen gut verträglich. Vergleichsmäßig niedrige Potenzen (bis D12) können in der Regel auch in der verantwortungsvollen Selbstmedikation bedenkenlos eingenommen werden – von Erwachsenen.

Achtung: Wenn Sie die Homöopathie bei Haarausfall einsetzen möchten, sollten Sie zuvor mit Ihrem Arzt beziehungsweise Homöopathen darüber sprechen. Er kann auch beurteilen, ob in Ihrem Fall unter Umständen ein stärkeres homöopathisches Mittel (höhere Potenz) erfolgsversprechender ist.

Diese Präparate kommen in der Homöopathie gegen Haarausfall zum Einsatz  

Als homöopathisches Präparat sind vor allem Globuli bekannt. Dabei handelt es sich um kleine Kügelchen (meist aus Zucker), die mit dem jeweiligen Wirkstoff, der sogenannten Urtinktur, beträufelt werden. Die Urtinktur selbst wurde zuvor Schritt für Schritt immer weiter bis zur gewünschten Potenz verdünnt und geschüttelt. 

Je nach Art des Haarausfalls wird eine andere Urtinktur verwendet. 

  • Selenium (Selen), Acidum hydrofluoricum (Flußsäure), Barium Carbonicum (Bariumcarbonat) und Ustilago maydis (Maisbrand) werden bei kreisrundem Haarausfall verwendet – jedoch nicht zeitgleich, sondern je nach Erfolg der Behandlung nacheinander.
  • Kalium phosphoricum (Kaliumdihydrogenphosphat) soll gegen Haarverlust helfen, der durch Stress oder psychische Probleme verursacht wird.
  • Sepia (Tinte von Tintenfischen) wird bei Haarverlust durch die Wechseljahre empfohlen.
  • Lycopodium (Bärlapp) kommt gegen den Haarausfall zum Einsatz, der oft nach einer Schwangerschaft eintritt. Auch bei krankheitsbedingtem Haarverlust sagt man ihm eine Wirkung nach.
  • Natrium chloratum (Kochsalz) wird Männern verabreicht, wenn sie am Anfang des genetisch bedingten Haarausfalls stehen.
  • Silicea (Kieselerde) gibt es nicht nur als Globuli, sondern auch als homöopathisches Mittel in Form von Tropfen, gelartiger Flüssigkeit oder als Schüßler Salz. Es kann laut Homöopathie Erfahrungen das Haar, die Haut und zugleich das Immunsystem stärken. 
  • Calcium fluoratum (Calciumfluorit) hat in der Alternativmedizin ähnliche Eigenschaften wie Silicea und soll zudem die Nägel und Knochen stärken.
Homöopathie gegen Haarausfall

So werden homöopathische Mittel bei Haarausfall richtig eingenommen

Grundsätzlich gilt die Einnahme homöopathischer Mittel als unbedenklich – solange sie richtig erfolgt! Wie bei jedem anderen medizinischen Präparat auch, empfiehlt es sich jedoch, vor der Einnahme die richtige Dosierung mit dem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker abzuklären.

Folgende Regeln sind auf alle Fälle einzuhalten:

  1. Wann? Ein Homöopathikum entfaltet seine Wirkung am bestens, wenn etwa 30 Minuten vor und nach der Einnahme nichts gegessen wird. Auch koffeinhaltige Getränke und Alkohol sollten während dieser Zeit nicht genommen, sowie auf das Zähneputzen verzichtet werden. 
  2. Wie viel? Bei der Menge der Globuli kommt es auf die Stärke des Haarverlustes an. Wenig ausgeprägter Haarausfall kann mit 5 Kügelchen 1x am Tag behandelt werden, bei stärkerem Haarverlust werden bis zu 3×5 Globuli täglich empfohlen.
  3. Wie? Die Globuli werden auf oder unter die Zunge deponiert, nicht zerkaut, damit der sich langsam entfaltende Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann.
  4. Wie lange? Homöopathische Mittel werden so lange eingenommen, bis die Beschwerden verschwunden sind. Bei längerer Behandlungsdauer empfiehlt es sich, das Homöopathikum jeweils drei Wochen lang täglich einzunehmen, dann eine Pause von einer Woche einzulegen, bevor der nächste Drei-Woche-Zyklus beginnt.
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