Haartransplantation

Haartransplantation
Ein männlicher Patient bei einer Haartransplantation mit der FUE Methode

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Haartransplantation. Was sind die Vorteile? Gibt es Risiken und was muss man beachten, wenn man sich einer Haartransplantation unterziehen möchte?

Die meisten Optionen bieten nur kurzfristige Lösungen, um die Haare fülliger aussehen zu lassen. Zudem sind nicht alle, für jeden Betroffenen geeignet. Folgende Möglichkeiten bestehen für kurzfristige Lösungen, die einen, mehrere Tage, ein paar Wochen oder Monate halten können:

  • Perücken
  • Haarteile
  • Extansions
  • Haarpulver

Die Haartransplantation bietet, im Gegensatz zu den anderen Lösungen den Vorteil, dass sie nicht erneuert werden muss. Sie ist dauerhaft und hat relativ wenige Nebenwirkungen.

Waren es früher nur Prominente, die Haartransplantationen bei sich durchführen ließen, sind es heutzutage auch immer mehr Menschen, die nicht im öffentlichen Leben stehen. 2014 ließen sich etwa 45.000 Menschen in Europa Haare transplantieren. 2016 hatte sich die Anzahl mit 80.000 Personen schon fast verdoppelt.

In Asien wurden im Jahr 2017 über 195.000 Haarverpflanzungen durchgeführt. Weltweit waren es 636.000 und die Tendenz ist steigend. Schließlich haben sich die Verfahren für Haartransplantationen in den letzten Jahren stark verbessert. Die Erfolgsquote, dass die Haare anwachsen ist mittlerweile sehr hoch, sodass heutzutage jeder schöne Haare haben kann.

Etwa 86 Prozent aller Männer, die von Haarausfall betroffen sind und 14 Prozent aller Frauen, lassen bei sich eine Haartransplantation durchführen. Das Alter der Betroffenen liegt dabei zwischen 30 und 49 Jahren.

Wissenswertes über Haartransplantationen

Wie man bei einer Haartransplantation verfährt, wurde erstmals im Jahre 1940 beschrieben. Allerdings überlebten nur etwa 60 Prozent aller Haare, die entnommen und wieder transplantiert wurden. Heute liegt die Anwachsquote bei über 90 Prozent. Durch Techniken wie FUE und FUT hat sich die Anwachsquote deutlich erhöht.

Die meisten Patienten benötigen nur 1000 bis 2000 Grafts um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Etwa vier Prozent aller Patienten benötigen weniger als 1000 Grafts für ein gutes Ergebnis. Bei einem sogenannten Graft handelt es sich um eine follikulare Einheit. Eine Haareinheit besteht durchschnittlich aus 2,6 Haaren. Sie kann jedoch auch aus 1, 2, 3, 4 oder 5 Haaren bestehen. Eine Haartransplantation wird also nicht mit einzelnen Haaren durchgeführt, sondern es wird gleichzeitig immer eine Haareinheit aus meist mehreren Haaren eingepflanzt.

Bei über 50 Prozent aller Betroffenen mit Haarausfall reicht eine einzige Haartransplantation, um wieder volles und schönes Haar zu bekommen.

Der durchschnittliche Preis für Haartransplantationen, in Deutschland, liegt zwischen 4.500 und 5.000 Euro.

Schönheitsoperationen sind in der Gesellschaft angekommen

Während Schönheitsoperationen früher nur den Prominenten vorbehalten waren, sind sie heute in der Gesellschaft angekommen. Neben Nasenkorrekturen, Brust-Ops, Lippenvergrößerung, Botox- und Hyaluronsäure-Behandlungen unterziehen sich auch immer mehr Menschen einer Haartransplantation.

Dies liegt unter anderem daran, dass die sehr ästhetischen Ergebnisse und die geringen Risiken bei der Behandlung für sich sprechen.

Was ist eine Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation handelt es sich um die Verpflanzung von Körperhaaren. Für gewöhnlich kommen dabei die eigenen Haare zum Einsatz. Das heißt, die Haare werden an einer behaarten Stelle des Körpers entnommen und an einer anderen Stelle, die kahl ist, wieder eingesetzt. Bei einer Haartransplantation entnimmt man meistens Haare vom Hinterkopf, um sie an einer kahlen Stelle wieder einzusetzen.

Die Transplantation der eigenen Haare hat also nicht zur Folge, dass neue Haare wachsen, sondern dass sie einfach besser verteilt werden, wodurch das Haar wieder voller aussieht.

Woher stammt die Haartransplantation?

Ihren Ursprung findet die Haartransplantation Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan. Zu diesem Zeitpunkt führten die Ärzte Tamura und Okuda die erste Haartransplantation durch. Es konnten tatsächlich einige Haare erfolgreich transplantiert werden. Allerdings konnte man schon von Weitem erkennen, dass irgendetwas nicht mit den Haaren stimmte.

In den 1960er Jahren führte Dr. Orentreich in den USA seine erste Haartransplantation an einer Patientin durch. Das Ergebnis konnte auch nicht richtig überzeugen, weil es sehr unnatürlich wirkte. Anfang der 1990er Jahre schaffte Masumi Inaba aus Japan den Durchbruch mit seiner Haartransplantation. Mit der FUE-Technik, auf die wir später noch ausführlicher eingehen werden, legte er den Grundstein für die minimalinvasive Haartransplantation. Er erreichte ein Ergebnis, das im Vergleich zu den vorher genannten Resultaten, sehr natürlich aussah.

Die Methoden wurden immer weiter verfeinert. Heutzutage sieht die Haartransplantation sehr natürlich aus. Wenn man nicht weiß, dass jemand eine Haartransplantation hatte, ist kein Unterschied zu Menschen zu erkennen, die keinen Eingriff vornehmen haben lassen. Die Nebenwirkungen sind dabei äußerst gering.

Seit kurzem können sogar Haartransplantationsroboter eingesetzt werden. Diese entnehmen automatisch Haare aus dem zuvor festgelegten Kopfbereich, meist am Hinterkopf. Dadurch können die Haare viel schneller entnommen werden als ein Mensch dazu in der Lage wäre. Darüber hinaus wählt der Roboter nur Haare aus, die besonders vital sind.

Die verschiedenen Arten von Haarausfall

Bevor Sie darüber nachdenken, eine Haartransplantation an sich vornehmen zu lassen, müssen Sie erst einmal wissen, welche Art von Haarausfall Sie haben. Wir können Ihnen nur allgemeine Hinweise geben. Für eine genaue Diagnose ist der Besuch eines Arztes erforderlich. Man differenziert grundsätzlich zwischen drei Arten von Haarausfall:

  • Erblich bedingter Haarausfall
  • Kreisrunder Haarausfall
  • Diffuser Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall

Diese Art von Haarausfall gilt als die häufigste Form des Haarausfalls. Etwa 80 Prozent aller Männer sind vom androgenetischem Haarausfall betroffen. Bei den meisten Betroffenen tritt diese Art des Haarverlustes im Alter von 20 und 30 Jahren auf. Die Haarwurzeln reagieren dabei auf das Hormon Dihydrotestosteron oder auch kurz DHT genannt.

Zunächst bilden sich die sogenannten Geheimratsecken an den Schläfen. Später fallen meist die Haare am Hinterkopf aus, sodass eine Glatze mit Haarkranz entsteht. Die Haartransplantation hilft gegen den erblich bedingten Haarausfall.

Der kreisrunde Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall auch Alopecia Areata genannt, tritt häufig bei Stress oder Autoimmunerkrankungen auf. Dabei fallen den Betroffenen büschelweise Haare aus, die auf der Kopfhaut kreisrunde oder ovale kahle Stellen hinterlassen.

Wenn Sie an dieser Form des Haarausfalls leiden, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen, um die Ursache für den Haarverlust herauszufinden. Der kreisrunde Haarausfall ist in den meisten Fällen nur vorübergehend und kann schnell behoben werden, wenn die Ursache bekannt ist. Alopecia Areata tritt für gewöhnlich sehr plötzlich auf. Die Haartransplantation ist in diesem Fall nur selten geeignet.

Der diffuse Haarausfall

Beim sogenannten diffusen Haarausfall fallen die Haare nicht nur an einer bestimmten Stelle aus, sondern der Haarverlust erstreckt sich über die gesamte Kopfhaut. Folgende Ursachen können den diffusen Haarausfall auslösen:

  • Vitaminmangel
  • Hormonschwankungen
  • Stress
  • Psychische Belastungen
  • Infektionen
  • Pilzerkrankungen der Kopfhaut
  • Schlechte Ernährungsgewohnheiten

Bei diffusem Haarausfall werden die Haare meistens dünner, sodass die Kopfhaut durchscheint. Diese Art des Haarausfalls ist für eine Haartransplantation nicht sehr gut geeignet. Bevor sie durchgeführt wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen, welche anderen Therapiemöglichkeiten für Sie in Frage kommen.

Wie wird der Grad des Haarausfalls bestimmt?

Um den Grad des Haarausfalls bestimmen zu können, bedient man sich der Hamilton-Norwood-Skala. Diese Skala unterteilt den Haarausfall in sieben Stadien. Die Skala orientiert sich am Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls. Bei Frauen wird der Haarausfall anhand des Ludwig-Schemas oder des Olsen-Schemas dargestellt.

Der Haarausfall kann leicht oder sehr stark, bis hin zur Glatze ausfallen. Als Faustregel gilt: Je größer die kahle Stelle ist, desto mehr Haare müssen verpflanzt werden, um das gewünschte Ergebnis erzielen zu können.

Bevor eine Haartransplantation durchgeführt wird, wird eine der Skalen zu Rate gezogen, um herauszufinden, wie viele Grafts transplantiert werden müssen. Gleichzeitig kann man auf diese Weise auch ermitteln, wie viel die Haartransplantation in etwa kosten wird.

Wie teuer ist eine Haartransplantation?

Wenn die Haartransplantation nach der FUE-Methode durchgeführt wird, müssen Sie in Deutschland mit über 3 Euro pro Graft rechnen. In der Türkei bezahlen Sie für ein Graft weniger als 2 Euro. 2.000 Grafts kosten in Deutschland zwischen 6.000 und 6.500 Euro. In der Türkei bezahlen Sie etwa 3.500 bis 4.000 Euro für 2.000 Grafts.

Auf den ersten Blick scheint eine Haartransplantation sehr teuer zu sein. Allerdings hält sie nachhaltig und die transplantierten Haare fallen nicht wieder aus. Aus diesem Grund lohnt es sich durchaus, eine Haartransplantation in Betracht zu ziehen, wenn man unter Haarausfall leidet.

Für eine Haartransplantation besteht für gewöhnlich keine medizinische Notwendigkeit. Die Kosten werden also nicht von den Krankenkassen übernommen, da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt.

Methoden für die Haartransplantation

Für die Haartransplantation gibt es unterschiedliche Verfahren wie:

  • FUE
  • FUT
  • ARTAS für die Entnahme der Grafts

Bei der FUE-Technik handelt es sich um die Follicular Unit Extraction. Dabei werden einzelne Haare mit Hilfe einer Hohlnadel aus dem Spenderareal entnommen. Für gewöhnlich dient der Hinterkopf als Spenderareal. Die Haare werden im Anschluss aufbereitet und an den kahlen Stellen wieder verpflanzt.

Die FUE-Technik wird heutzutage oftmals in Kombination mit der ARTAS Technik angeboten. ARTAS ist ein Roboter, der nur besonders vitale Haare entnimmt. Dadurch verkürzt sich die Operationszeit und die Kosten können gesenkt werden. Bei der FUE-Technik in Kombination mit der ARTAS Technik werden die Kosten oftmals nicht per Graft, sondern per Areal berechnet. So bezahlt man je nach Größe des Areals zwischen 4.000 und 8.000 Euro für die Haartransplantation.

Die FUT-Technik

Bei der FUT-Technik handelt es sich um die Follicular Unit Transplantation. Hierbei werden die Haare anders entnommen als bei der FUE-Technik. Bei der FUT-Methode werden dem Spenderareal ganze Haarstreifen entnommen. Diese werden anschließend in kleine Stücke geschnitten. Anschließend werden die Haare wieder in die Kopfhaut transplantiert. Die FUT-Methode wird auch als Streifenmethode  bezeichnet.

Zu welchem Zeitpunkt ist eine Haartransplantation sinnvoll?

Viele Patienten sind sich unsicher, wann der richtige Zeitpunkt für eine Haartransplantation ist. Soll man warten, bis der Haarausfall abgeschlossen ist oder die Haartransplantation schon eher durchführen? Dies ist eine berechtigte Frage!

Wenn Sie eine Haartransplantation in Erwägung ziehen, sollte sich der Haarausfall stabilisiert haben. Wenn die Haare zu früh verpflanzt werden, ist es sonst möglich, dass weitere kahle Stellen entstehen. Dadurch würden die neu eingepflanzten Haare im Zusammenspiel mit dem Haupthaar unnatürlich wirken.

Die Verlaufsformen des Haarausfalls

Bei den Haarausfall-Verlaufsformen wird zwischen drei verschiedenen Varianten unterschieden:

  • Early Wildfire
  • Early Smoldering
  • Late Onset

Beim ‚Early Wildfire‘ auch bekannt als ‚Früher Steppenbrand‘ fallen die Haare bereits mit Anfang 20 aus. Der Haarausfall schreitet relativ schnell voran und erreicht noch vor dem 30. Lebensjahr die 5. Bis 7. Stufe des Norwood-Schemas. Bei dieser Variante der Haarausfall-Verlaufsform ist es sinnvoll, bereits mit Anfang 30 eine Haartransplantation durchzuführen.

Vom ‚Early Smoldering‘, auch ‚Früher Schwelbrand‘ genannt, spricht man, wenn die Haare ab dem 30. Lebensjahr ausfallen. Der Haarausfall findet sehr viel langsamer statt und stoppt, gemessen am Norwood-Schema, oftmals im mittleren Stadium. Wenn sich der Haarausfall stabilisiert hat, kann eine Haartransplantation durchgeführt werden.

Der ‚Late Onset‘ oder auch ‚späte Ausbruch‘, bezieht sich auf Betroffene, die das 40. Lebensjahr bereits vollendet haben. Der Haarausfall verläuft sehr langsam. Beim ‚Late Onset‘ kommt es nur selten zu einer vollständigen Glatze. Bei dieser Haarausfall-Verlaufsform kann eine Haartransplantation schon im frühen Stadium durchgeführt werden.

Welche Risiken hat eine Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist eine Operation. Es können also Risiken auftreten, wie es bei jeder Operation passieren kann. So kann die Kopfhaut zum Beispiel eine Infektion erleiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ist jedoch sehr gering. Die Kopfhaut wird sehr stark durchblutet, sodass sie Bakterien kaum einen Nährboden bietet.

An den Entnahme- und Einsatzbereichen kann es zu Blutungen, Schwellungen und Taubheitsgefühlen kommen. Diese sind für gewöhnlich jedoch unbedenklich und nur vorübergehend.

An der Entnahmestelle kann bei der FUT-Technik ein sogenannter ‚Shock Loss‘ auftreten. Hierbei handelt es sich um ein Gewebetrauma in der Haut, das einen Haarausfall zur Folge haben kann. Der Haarausfall ist jedoch ebenfalls nur vorübergehend, sollte er auftreten.

Die Haartransplantation wird durchgeführt, damit man wieder fülliges, schönes Haar bekommt. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, bei denen die Haartransplantation misslungen ist und unnatürlich aussieht. Bevor Sie sich für eine Haarverpflanzung entscheiden, sollten Sie sich vorher über den Haarchirurgen Ihrer Wahl informieren, damit Sie sicher sein können, dass Sie schöne Haare bekommen.

Eine Haartransplantation bietet Ihnen die Chance auf volles Haar

Die Haartransplantation ist nachhaltig! Nachdem die Haare eingesetzt und angewachsen sind, fallen sie nicht wieder aus. Ihre Haare bleiben Ihnen ein Leben lang erhalten. Die Haartransplantation ist in vielen Fällen sinnvoller als die Einnahme von Medikamenten wie Finasterid. Schließlich haben diese teilweise sehr starke Nebenwirkungen, die ebenfalls nachhaltig sein können.

Bei einer Operation sind die genannten Nebenwirkungen oft nur gering und treten meistens nur kurz nach der Haartransplantation auf. Medikamente wie Finasterid hingegen, können auch nach Absetzen 10 Jahre und länger schwerwiegende Nebenwirkungen haben wie Depressionen, Libidoverlust und erektile Dysfunktionen. Nachdem das Medikament abgesetzt wurde, fallen die Haare zudem wieder aus.

Auf den ersten Blick wirft die Haartransplantation sehr hohe Kosten auf. Sie hält jedoch auch ein ganzes Leben lang. Wenn Sie Ihren Haarausfall mit Hilfe von Shampoos, Haarwuchsmitteln und anderen Wundermitteln begegnen wollen, können Sie das natürlich tun. Allerdings hält der Effekt, wenn überhaupt, nur solange an, wie Sie das Mittel verwenden.

Eine Haartransplantation gibt Ihnen ein völlig neues Lebensgefühl! Sie erhalten Ihr Selbstbewusstsein zurück. Sie wirken gesund, jünger, vitaler und fruchtbarer. Menschen, die eine jugendliche Ausstrahlung haben und mit einem Lächeln durchs Leben gehen, haben es in vielen Lebensbereichen leichter. So zum Beispiel im Beruf, bei der Jobsuche oder bei der Suche nach einem Partner.

Eine Haartransplantation hat zwar ein gewisses Risiko, bietet allerdings auch viele Chancen. Zudem sind die Risiken im Vergleich zur Einnahme von Medikamenten überschaubar und deutlich geringer. Meistens sind sie, wenn Sie überhaupt auftreten nur von vorübergehender Natur.

Lassen Sie sich ausführlich von einem Haarchirurgen beraten

Wir können Sie auf unserer Webseite nicht so ausführlich beraten, wie es ein Haarchirurg kann. Lassen Sie sich bei der Voruntersuchung ausführlich beraten und stellen Sie Fragen, wenn Ihnen etwas unklar ist. Gemeinsam mit Ihrem Haarchirurg finden Sie dann die beste Behandlungsmethode für sich heraus, um Ihren Haarausfall endgültig zu stoppen.

Bei der Voruntersuchung kann der Haarchirurg Ihnen auch zeigen, wie das Ergebnis später aussehen könnte. Darüber hinaus wird Ihr Haarausfall bestimmt, der weitere Haarausfall-Verlauf prognostiziert und die möglichen Spendeareale analysiert.

Der Haarchirurg ist dazu verpflichtet, Sie über die Risiken und Nebenwirkungen, sowie über die möglichen Behandlungsformen zu informieren. Zudem können Sie sich dann gleich einen Eindruck von der Klinik verschaffen. Bereiten Sie sich am besten auf das Beratungsgespräch vor und schreiben Sie sich Fragen auf, die Sie dem Haarchirurgen stellen möchten.

Ist das Beratungsgespräch kostenlos?

Das Beratungsgespräch vor einer Haartransplantation ist sehr ausführlich. Der Arzt muss sich also viel Zeit für Sie nehmen. Zudem besteht für Haartransplantationen keine medizinische Notwendigkeit. Es handelt es sich um einen kosmetischen Eingriff, der nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Aus diesem Grund ist das Beratungsgespräch bei vielen Kliniken nicht kostenlos.

Sollten Sie sich jedoch für die Haartransplantation entscheiden, bekommen Sie die Kosten für die Beratung wieder zurück. Lassen Sie sich ruhig auch von mehreren Ärzten beraten. Die Unterschiede zwischen den Ärzten und die Preise sind teilweise sehr unterschiedlich.

Eine Haartransplantation ist eine Entscheidung fürs Leben! Sie sollten also sorgfältig auswählen, wer Sie operieren darf!

Wie läuft eine Haartransplantation ab?

Der Ablauf der Haartransplantation ist abhängig von der ausgewählten Methode. Die Grafts werden dem Spenderareal entnommen und im Anschluss aufbereitet. Unter einer lokalen Betäubung werden die Grafts an die gewünschten Stellen wieder eingesetzt Der Spenderbereich wird bei der FUE-Methode und bei der FUT-Methode kahl rasiert.

Bei der FUT-Methode wird ein etwa 1,5 cm breiter, dicht behaarter Hautstreifen aus der Kopfhaut entnommen und an der gewünschten Stelle wieder transplantiert. Der Schnitt wird so vernäht, dass die Haare auch auf der Narbe wachsen können. Sobald die Haare 1,5 cm lang sind, ist die Narbe nicht mehr sichtbar.

Der Hautstreifen wird in viele kleine einzelne Haarfollikel zerschnitten und in die vorbereiteten Haarwurzeln transplantiert.

Bei der FUE-Methode werden einzelne Grafts mit Hilfe einer Hohlnadel entnommen. Die Nadel hat einen Durchmesser von 0,8 bis 1,1 mm. Die Entnahme kann durch einen Arzt oder mit Hilfe eines ARTAS Roboters erfolgen. Im Bereich der Entnahmestellen können sich viele kleine Krusten bilden, die jedoch spätestens nach 14 Tagen wieder verheilt sind. Die Verletzungen bei der Entnahme sind so klein, dass sie nicht genäht werden müssen.

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