Alternativen zu Regaine

Früher brauchten Menschen ihre Haare zum Schutz vor Witterungseinflüssen. Schließlich gab es noch keine Kleidung. Die Haare schützten den Menschen vor Wind und Wetter. Heutzutage brauchen wir grundsätzlich keine Haare mehr, weil wir Kleidung besitzen, die uns schützt.

In unserer heutigen modernen Zeit stehen volle Haare für Jugendlichkeit, Gesundheit, Vitalität und Schönheit. Nur fallen bei vielen Menschen die Haare aufgrund von äußeren oder genetischen Faktoren aus. Besonders häufig fallen die Haare aufgrund des erblich bedingten Haarausfalls aus, den man auch als androgene Alopezie bezeichnet. Bei dieser Variante des Haarausfalls reagieren die Haarfollikel empfindlich auf das sogenannte Dihydrotestosteron. Für die meisten Betroffenen ist der Haarausfall ein massives, kosmetisches Problem.

Was ist Dihydrotestosteron?

Dihydrotestosteron oder kurz DHT genannt, ist ein Stoffwechselprodukt, das bei der Produktion des Sexualhormons Testosteron anfällt. Das Sexualhormon wird zwar stets als Männerhormon bezeichnet, allerdings kommt es sowohl im männlichen als auch im weiblichen Körper vor. Bei Männern ist der Testosteronspiegel jedoch deutlich höher.

Da bei der Produktion von Testosteron DHT entsteht und Männer einen höheren Testosteronspiegel haben, leiden sie aus diesem Grund häufiger an erblich bedingtem Haarausfall als Frauen. Frauen können dennoch von der androgenen Alopezie betroffen sein. DHT ist also die Ursache für den erblich bedingten Haarausfall.

Bei Männern fallen die Haare, bei dieser Form des Haarverlustes, vor allem im Stirn und Scheitelbereich aus, wodurch es zu den sogenannten Geheimratsecken kommt. Darüber hinaus können die Haare am Oberkopf ausfallen, sodass eine Tonsur, die man auch Mönchsglatze nennt, entsteht. Der Haarkranz bleibt dabei bestehen, weil die Haare in diesem Bereich unempfindlich gegen DHT sind.

Bei Frauen fallen die Haare im Scheitelbereich aus. Die Haare werden zwar dünner und die Kopfhaut kann durchscheinen, zu einer Glatze führt der erblich bedingte Haarausfall bei Frauen jedoch für gewöhnlich nicht.

Die meisten Menschen, die von Haarausfall betroffen sind, probieren ihn zunächst mit speziellen Haarpflegeprodukten wie zum Beispiel Regaine in den Griff zu bekommen.

Was ist Regaine?

Regaine ist ein bekanntes Haarwuchsmittel des Herstellers Johnson&Johnson. Regaine enthält den Wirkstoff Minoxidil. Ursprünglich war Minoxidil ein Medikament gegen zu hohen Blutdruck. Dass der Wirkstoff gegen Haarausfall hilft, wurde rein zufällig entdeckt. Regaine verbessert durch den Wirkstoff Minoxidil die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch die Haarfollikel besser mit Nährstoffen versorgt werden und Haarausfall vermindert wird bzw. das Haarwachstum angeregt wird.

Regaine ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Das Haarwuchsmittel ist recht teuer und wirkt nur solange, wie es angewendet wird. Sobald Sie es absetzen, beginnt auch wieder der Haarausfall. Zudem kann das Mittel Nebenwirkungen wie trockene Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz verursachen. Nicht zuletzt aus diesem Grund suchen immer mehr Menschen nach Alternativen zu Regain.

Haarpflegeprodukte mit Coffein sollen gegen Haarausfall helfen

Im Handel sind Haarpflegeprodukte, die Koffein enthalten, erhältlich. Diese sind mal mehr und mal weniger wirksam. Durch das Koffein sollen die Haarfollikel besser mit Nährstoffen versorgt werden. Damit das Coffein seine Wirkung entfalten kann, sollen die Shampoos für mindestens zwei Minuten auf der Kopfhaut einwirken.

Ein bekanntes Produkt, das Koffein enthält, ist zum Beispiel Alpecin. Es ist vermutlich genauso bekannt aus der TV-Werbung wie Regaine. Ob das Shampoo wirkt, ist von Person zu Person unterschiedlich. Während die einen von Erfolgserlebnissen, nach der Behandlung mit Alpecin berichten, meinen die anderen, das Mittel habe keine Wirkung und sei nur Geldschneiderei. Laut Studien soll Koffein jedoch tatsächlich eine positive Wirkung gegen erblich bedingten Haarausfall haben. Dies ist aber wohl auch von der Stärke des Haarausfalls abhängig.

Provillus mit Minoxidil und anderen wertvollen Wirkstoffen

Eine Alternative zu Regaine ist Provillus vom Hersteller Pacific Naturals. Bei diesem Mittel handelt es sich um ein Spray, das neben dem Wirkstoff Minoxidil noch eine weitere Reihe an natürlichen Wirkstoffen enthält, die das Haarwachstum positiv beeinflussen und Haarausfall vermindern oder gar stoppen können. Die zusätzlichen Wirkstoffe sollen die Wirkung von Minoxidil verstärken. Das Mittel enthält unter anderem:

  • Biotin
  • Vitamin B6
  • Zinnkraut Extrakt

Provillus ist für Frauen und für Männer erhältlich. Bisher ist das Mittel nur von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Das heißt, das Produkt ist in Deutschland nicht in Drogerien oder Apotheken erhältlich. Es kann aber über bestimmte Webseiten im Internet bestellt und nach Deutschland geliefert werden.

Finasterid kann ebenfalls gegen Haarausfall helfen

Finasterid ist ein Wirkstoff, der in Tablettenform angeboten wird. Finasterid ist zum Beispiel im Medikament Propezia enthalten. Das Mittel greift in den Hormonhaushalt ein, um das Dihydrotestosteron mit Hilfe des sogenannten 5-Alpha-Reduktase Enzyms zu blockieren. Finasterid hilft nachweislich gegen Haarausfall. Allerdings sollten Sie lieber darauf verzichten, das Medikament einzunehmen, da es schwerwiegende Nachwirkungen haben kann wie:

  • Erektionsstörungen
  • Libidoverlust
  • Depressionen
  • Angstzustände

und viele andere. Die Nebenwirkungen können auch nach Absetzen des Medikaments weiterhin bestehen bleiben und auch nach zehn Jahren des Absetzens weiterhin Beschwerden verursachen. Frauen dürfen das Mittel gar nicht einnehmen. Wenn der Haarausfall bei Ihnen zu stark vorangeschritten ist und nur noch der Haarkranz vorhanden ist, wirken Minoxidil und Finasterid nicht mehr.

Eine Haartransplantation hilft gegen Haarausfall

Alle hier vorgestellten Produkte haben eines gemeinsam. Sie wirken nur solange, wie Sie die Mittel verwenden. Sobald Sie die Haarpflegeprodukte oder Medikamente absetzen, beginnt auch der Haarausfall wieder. Wenn Sie nach einer dauerhaften Lösung gegen Ihren Haarausfall suchen, kann Ihnen eine Haartransplantation helfen.

Dabei werden Ihnen Haarfollikel aus dem Spenderareal auf der Kopfhaut entnommen. Als Spenderbereich dient für gewöhnlich der Hinterkopf, da die Haare dort nicht ausfallen können. Die Haare am Hinterkopf sind nahezu unempfindlich gegen das Dihydrotestosteron. Sie werden dann auf den kahlen Stellen wieder eingesetzt, wo sie Ihr Leben lang weiter wachsen. Das heißt, einmal verpflanzte Haare fallen Ihnen nie wieder aus.

Auf den ersten Blick scheint eine Haartransplantation sehr kostenintensiv zu sein. Allerdings bezahlen Sie die Kosten nur einmalig, müssen keine Nebenwirkungen wie Angstzustände usw. in Kauf nehmen und sie sparen sich künftig Zeit und Geld für Produkte gegen Haarausfall. Diese müssen Sie dann nie wieder anwenden. Es kann sich also durchaus lohnen, eine Haartransplantation durchführen zu lassen. Haarverpflanzungen lassen sich zudem auch bei Personen durchführen, bei denen der Haarverlust schon ziemlich weit fortgeschritten ist.

Bei vielen Patienten kann die Haartransplantation in nur einer Sitzung durchgeführt werden. Wenn der Haarausfall bei Ihnen stark fortgeschritten ist, ist es möglich, dass Sie mehrere Sitzungen benötigen. Allerdings erfahren Sie bereits vor dem Eingriff, wie hoch die Kosten sein werden. Viele Haarkliniken bieten sogar schon Haartransplantationen zum Festpreis und sogar Ratenzahlungen an.

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