Finasterid gegen Haarausfall

Finasterid gegen Haarausfall – Erfahrungen, Nebenwirkungen & wo kaufen?

Neben Hausmitteln, speziellen Pflegeprodukten und Massagen gibt es, um den Haarausfall zu stoppen, auch Medikamente. Aber wie sinnvoll sind Medikamente mit Wirkstoffen wie Finasterid? Stoppen sie nur den Haarausfall oder wachsen die Haare wieder nach? Muss man bei der Einnahme des Medikaments mit Nebenwirkungen rechnen?

Die meisten Menschen würden zu vielen Mitteln greifen, um ihre Haarpracht zu erhalten. Während den einen spezielle Pflegeprodukte (wie Shampoo) oder eine Haartransplantation helfen, greifen andere zu Medikamenten wie Finasterid. Manche vertragen das Medikament relativ gut. Andere wiederum klagen über schwere Nebenwirkungen. Aber was ist Finasterid eigentlich und wie wirkt es?

Was ist Finasterid?

Finasterid wurde eigentlich als Wirkstoff gegen gutartige Prostatavergrößerungen entwickelt. Vor allem ältere Männer leiden häufig unter einer vergrößerten Prostata. Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt ringförmig um die Harnröhre.

Finasterid hilft jedoch nicht nur bei einer Prostatavergrößerung, sondern auch gegen hormonell bedingten Haarausfall. Dazu wird das Medikament in geringer Dosis verabreicht. Der Wirkstoff gilt als gut verträglich. Dennoch hat das Medikament Nebenwirkungen, die häufig bis selten auftreten können. Dazu zählen unter anderem sexuelle Funktionsstörungen.

Mit Finasterid Haarausfall stoppen

Finasterid hilf eigentlich gegen Prostatavergößerung

Die meisten älteren Männer leiden an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Die Vorsteherdrüse übt somit Druck auf die Harnröhre aus. Dadurch kommt es zu Problemen beim Wasserlassen. Viele Männer leiden aus diesem Grund außerdem häufig unter nächtlichem Harndrang. Sie haben Schwierigkeiten, die Blase vollständig zu entleeren. Dies kann zu Rückstauschäden führen und infolgedessen können Harnwegserkrankungen und Nierenfunktionsstörungen entstehen.

Die Prostata kann sich vergrößern, wenn das Hormon Testosteron durch das Enzym 5-alpha-Reduktase zu Dihydrotestosteron umgewandelt wird. Außerdem kann dies zu Haarausfall führen. Finasterid ist ein sogenannter 5-alpha-Reduktasehemmer. Er senkt also die Konzentration von Dihydrotestosteron. Die Prostata wird also wieder kleiner und der Haarausfall wird gestoppt. Der Wirkstoff Finasterid stoppt den Haarausfall nur bei Männern. Bei Haarausfall bei Frauen hat er diese Wirkung nicht.

Die Wirkung des Medikaments tritt etwa 2 Stunden nach der Einnahme ein. Der Wirkstoff wird zu 80 Prozent aus dem Darm ins Blut aufgenommen. Finasterid wird über die Leber abgebaut und über den Urin und Stuhlgang wieder ausgeschieden.

Wie wird Finasterid eingenommen?

Das Medikament wird üblicherweise als Filmtablette angeboten. Der Wirkstoff wird von einem Schutzmantel eingehüllt, damit der Wirkstoff nicht über die Haut aufgenommen werden kann.

Männer, die an einer gutartigen Prostatavergrößerung leiden, nehmen 5 mg Finasterid pro Tag ein. Männer, die unter Haarausfall leiden, nehmen nur 1 mg des Wirkstoffs pro Tag ein. Dies gilt auch für Männer, die eine Leberfunktionsstörung haben.

Die Tablette muss nicht zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Sie wird mit einem großen Glas Wasser eingenommen.

Welche Nebenwirkungen hat Finasterid?

Als häufige Nebenwirkung hat Finasterid Libidoverlust zur Folge. Außerdem kann es häufig zu sexuellen Funktionsstörungen kommen. Bei weniger als einem Prozent aller Patienten, also selten, führt der Wirkstoff zu Spannungen in der Brust.

Sehr selten können durch die Einnahme von Finasterid Knoten in der Brust entstehen oder die Brustdrüse scheidet eine Flüssigkeit aus. Ferner können sich Missbildungen an den äußeren Geschlechtsmerkmalen entwickeln. Schwangere und Frauen, die schwanger werden könnten, dürfen mit Finasterid nicht in Berührung kommen.

Worauf sollte man bei der Einnahme von Finasterid achten?

Finasterid kann einen Laborwert verändert, der zur Identifizierung eines bösartigen Prostatatumors dient. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie, bevor Sie mit der Einnahme von Finasterid beginnen, sich auf diesen Tumor untersuchen lassen.

Sehr selten kommt es bei Männern, die Finasterid einnehmen, zu Brustkrebs. Bei der Einnahme ist es unerlässlich, sich regelmäßig auf Brustkrebs untersuchen zu lassen. Wenn Sie während der Einnahme des Medikaments knotige Veränderungen im Bereich der Brust feststellen, Ihre Brustdrüse Flüssigkeit ausscheidet oder Sie Schmerzen in der Brust spüren, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Finasterid kann außerdem Depressionen verursachen.

Was müssen Frauen beachten?

Frauen dürfen Finasterid nicht einnehmen!

Wenn Sie als Mann Finasterid einnehmen, müssen Sie bei sexuellen Kontakten mit Schwangeren darauf achten, dass die Frau nicht mit Ihrem Ejakulat in Berührung kommt. Verwenden Sie ein Kondom! Finasterid kann ungeborenen Babys erheblichen Schaden zufügen. Das Baby kann Missbildungen an den äußeren Geschlechtsmerkmalen entwickeln.

Wissenswertes über Finasterid

Finasterid ist verschreibungspflichtig. Um das Medikament in der Apotheke zu bekommen, benötigen Sie ein Rezept von Ihrem Arzt.

Viele Sportler nutzten Finasterid bis vor kurzem noch als Dopingmittel. Zahlreiche Sportler nahmen Testosteron ein, um ihren Muskelaufbau zu verbessern und um eine Leistungssteigerung zu bewirken. Finasterid maskierte die Einnahme des Testosterons, sodass es nur schwer bis unmöglich war, nachzuweisen, dass Testosteron eingenommen wurde.

Dank verbesserter Dopingtests fiel dieser Schwindel auf. Trotz Einnahme von Finasterid können heutzutage erhöhte Testosteronwerte nachgewiesen werden. Finasterid ist somit als Dopingmittel nicht mehr geeignet.

Vor der Einnahme von Finasterid wird ausdrücklich gewarnt

Wir wissen, wie verlockend es ist, einfach zu einem Medikament zu greifen, wenn man unter Haarausfall leidet. Oftmals ist es jedoch, aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen, die Finasterid hat, besser, eine andere Therapie zu wählen. Selbst die Hersteller gaben einen ‚Rote Hand Brief‘ heraus, in dem darauf hingewiesen wird, dass sich die Männer der Risiken von Finasterid bewusst sein müssen. Sie sollten Medikamente mit diesem Wirkstoff also nicht leichtfertig einnehmen.

Finasterid ist immer noch erhältlich. Tausende Männer in Deutschland nehmen Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid ein. Die Folge davon sind zahlreiche Männer, die nun neben dem Haarausfall zusätzlich auch noch an Depressionen und Erektionsstörungen leiden. In dem ‚Rote Hand Brief‘ heißt es, dass die Ärzte die betroffenen Männer über Finasterid aufklären sollen und das sie Verdachtsfälle sofort melden sollen.

Verschwinden die Nebenwirkungen, nachdem das Medikament abgesetzt wurde?

In dem ‚Rote Hand Brief‘ wurde darauf hingewiesen, dass sich Patienten, die den Wirkstoff Finasterid einnehmen, darüber bewusst sein müssen, dass es zu sexuellen Dysfunktionen, erektiler Dysfunktion, Ejakulationsstörungen und Libidoverlust kommen kann.

Auch nachdem Absetzen eines Finasterid-haltigen Medikaments ist es möglich, dass diese Nebenwirkungen länger als zehn Jahre bestehen bleiben könnten.

Suizidgedanken durch Finasterid

Der ‚Rote Hand Brief‘ warnt außerdem davor, dass durch die Einnahme von Finasterid das Risiko für Stimmungsschwankungen steigt. Neben Depressionen könnten auch Suizidgedanken auftreten. Die Europäische Arzneimittel-Agentur oder kurz EMA hat daraufhin beschlossen, die Packungsbeilage von Medikamenten mit dem Wirkstoff Finasterid zu überarbeiten und neben Depressionen auch Angst als Nebenwirkung aufzunehmen. Auch der Hinweis auf Depressionen wurde nachträglich in die Packungsbeilage mit aufgenommen. Es ist nicht abzuschätzen, ob noch weitere, bisher unbekannte Nebenwirkungen, entdeckt werden könnten.

Wenn Sie bei einer Dosis von weniger als 1 mg Finasterid spüren, dass Sie Ängste und/ oder Depressionen entwickeln, sollten Sie die Therapie unter Aufsicht Ihres Arztes abbrechen. Die Ärzte sind von den Herstellern dazu aufgerufen worden, jeden Verdachtsfall sofort dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder dem Zulassungsinhaber zu melden.

Finasterid ist in der 1 mg Dosierung seit 1998 zur Behandlung der androgenetischen Alopezie, also dem erblich bedingtem Haarausfall zugelassen. Seit 1994 darf das Medikament zur Behandlung bei benigner Prostatahyperplasie, also der gutartigen Prostatavergrößerung, in der 5 mg Dosierung verabreicht werden. Das Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid derart schwere Nebenwirkungen haben können, wurde erst bekannt, nachdem der Wirkstoff zugelassen wurde.

Schauen Sie sich auch alternativ Minoxidil an.

Alternativen zu Medikamenten

Bevor Sie sich also dazu entscheiden, ein Medikament gegen Ihren Haarausfall einzunehmen, sollten Sie lieber Alternativen in Betracht ziehen. Versuchen Sie herauszufinden, woher der Haarausfall kommt. Lassen Sie Ihre Hormonwerte bestimmen. Lassen Sie Ihre Kopfhaut von einem Hautarzt untersuchen. Möglicherweise sind falsche Pflegeprodukte verantwortlich, für Ihren Haarverlust.

Beobachten Sie, was passiert, wenn Sie bestimmte Haarpflegeprodukte wie Haarspray weglassen. Wenn Sie nach dem Haarewaschen Kopfhautjucken haben, sollten Sie in Erwägung ziehen, das Shampoo und die Spülung auszutauschen, falls Sie solche Produkte nutzen.

Achten Sie auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wenn Sie unter Stress leiden, kann es ebenfalls zu Haarausfall kommen. Lernen Sie Entspannungstechniken. Sanfte Kopfhautmassagen mit einer weichen Babybürste und den Fingern, regen die Durchblutung der Kopfhaut an und können die Haarstruktur positiv beeinflussen.

Setzen Sie auf Shampoos und Haarwässer mit Koffein. Rosmarin ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen Haarausfall. Das Gewürz schmeckt nicht nur gut. Rosmarinextrakt kann auch in Haarwässern enthalten sein. Verzehren Sie Lebensmittel, die viel Biotin und Zink enthalten, wie zum Beispiel Haferflocken. In Drogerien, Apotheken und online sind auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken. Diese enthalten auch häufig einen Biotin- und Zinkkomplex.

Wenn Sie Ihr Haarwachstum anregen möchten, brauchen Sie viel Geduld. Für die Übergangszeit können Sie Haarpulver verwenden, das kahle Stellen abdeckt und Ihr Haar voller erscheinen lässt. Wenn bei Ihnen herkömmliche Mittel keine Verbesserung bewirkt haben, gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen können.

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