Zwiebel gegen Haarausfall

Zwiebeln sind eine beliebte Zutat beim Kochen. Und nicht nur das. Man sagt der Knolle zudem gewisse heilende Eigenschaften nach. Sie soll zum Beispiel das Blut reinigen. Außerdem sollen Zwiebeln gegen Haarausfall helfen. Die meisten Menschen wünschen sich volle Haare und würden wohl alles dafür tun. Da werden teure Tinkturen, Shampoos und Haarwuchsmittel verwendet, um dem Haarschwund zu Leibe zu rücken. Und dann soll eine einfache Zwiebel helfen? Können Zwiebeln wirklich gegen Haarausfall helfen?

Leiden Sie unter Haarausfall?

Vielleicht glauben Sie nur an Haarausfall zu leiden, weil Sie lange Haare haben. Wenn Sie täglich bis zu 100 Haare verlieren, ist das völlig normal. Verfangen sich lange Haare im Sieb der Dusche oder in der Bürste, glaubt man oft, dass es sich um ganze Haarbüschel handelt. Dabei sind es häufig nur ein paar Haare.

Das Sie täglich bis zu 100 Haare verlieren, ist normal. Am Ende eines Lebenszyklus fällt ein Haar aus, damit ein neues Haar wachsen kann. Wenn Ihnen jedoch weniger Haare nachwachsen, als Ihnen ausfallen, leiden Sie an Haarausfall.

Der Haarverlust führt dazu, dass Ihre Haare zunehmend dünner werden. Plötzlich scheint die Kopfhaut durch oder Sie bekommen sogar kahle Stellen auf der Kopfhaut. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, begeben sich die meisten Betroffenen auf Ursachenforschung. Es ist wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, um der Ursache für den Haarausfall auf den Grund zu gehen. Haarschwund kann harmlose Ursachen haben, kann aber auch ein Hinweis auf ernstzunehmende Erkrankung sein. Bevor Sie Ihren Haarausfall mit Zwiebeln behandeln, sollten Sie also einen Arzt aufsuchen.

Welche Ursachen hat Haarausfall?

Die häufigste Ursache für Haarschwund ist der erblich bedingte Haarausfall. Diese Form des Haarverlustes nennt man auch androgenetische Alopezie. Sie kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen, wobei Männer häufiger betroffen sind. Etwa 95 Prozent aller Haarausfälle sind auf den erblichen bedingten Haarverlust zurückzuführen.

Der hormonell bedingte Haarausfall betrifft Frauen besonders häufig, in den Wechseljahren oder nach der Geburt eines Kindes. Haarverlust tritt außerdem häufig bei Erkrankungen der Schilddrüse auf.

Stressbedingter Haarausfall ist keine Seltenheit. Oft kann der Haarschwund weitere Kreise ziehen und sogar eine Depression verursachen, die wiederum noch stärkeren Haarausfall zur Folge haben kann. Krankheiten können ebenfalls zu Haarverlust führen, ebenso Chemotherapien oder die Einnahme von Medikamenten.

Ernähren Sie sich ungesund? Ein Nährstoffdefizit kann einen Haarausfall zur Folge haben. Ernähren Sie sich vitaminreich und essen Sie Lebensmittel mit Biotin. Diese schützen Ihre Haut und Ihre Haare. Sobald Ihre Speicher wieder aufgefüllt sind, verschwindet auch der Haarausfall.

Darmerkrankungen oder Probleme mit der Verdauung im Allgemeinen können dazu führen, dass der Körper zu wenige Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen kann. Dies kann zum Beispiel bei einer Glutenunverträglichkeit passieren. Wenn der Körper nicht ausreichend Nährstoffe aufnehmen kann, kann ein gefährlicher Nährstoffmangel entstehen, der sich zunächst durch Haarausfall bemerkbar macht. Wenn Sie nun nicht handeln, können Folgeerkrankungen entstehen.

Rauchen Sie? Nikotin ist ein Giftstoff, der zu einer Verengung der Gefäße führt. Die Haut wird schlechter durchblutet und wirkt fahler. Für schönes, volles Haar ist eine gut durchblutete Kopfhaut jedoch eine Voraussetzung. Schränken Sie das Rauchen ein oder noch besser, hören Sie damit auf!

Gibt es Hausmittel gegen Haarausfall?

Gegen Haarausfall können eine Reihe verschiedener Hausmittel helfen. Viele Betroffene versuchen es mit Hausmitteln, bevor sie zu Spezialshampoos oder Tinkturen greifen. Neben Rosmarintinkturen, Apfelessig und Birkenwasser können auch Zwiebeln gegen Haarverlust helfen. Zwiebeln enthalten Schwefel. Außerdem haben sie eine antibakterielle Wirkung und fördern die Durchblutung. Eine gute Durchblutung wiederum ist förderlich für das Wachstum gesunder und kräftiger Haare. Die Knolle ist darüber hinaus reich an Katalase. Dieses Enzym soll den Alterungsprozess von schwachen Haaren aufhalten.

Wie wendet man Zwiebeln gegen Haarausfall an?

Am besten stellt man aus einer Zwiebel eine Haarmaske her. Für die Haarmaske werden folgende Zutaten benötigt:

  • Eine mittelgroße Zwiebel
  • 1 EL Honig

Schälen Sie die Zwiebel in feine Würfel. Geben Sie die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Honig in einen Mixer. Vermengen Sie die Zutaten solange, bis daraus ein Brei entstanden ist. Waschen Sie Ihre Haare nun wie gewohnt und geben Sie die Zwiebel-Haarmaske, in die feuchten Haare. Wenn Sie Zwiebelgeruch an den Händen vermeiden möchten, ziehen Sie am besten Einmalhandschuhe an. Massieren Sie die Haarmaske gut in die Kopfhaut ein. Setzen Sie nun eine Badehaube auf oder umwickeln Sie den Kopf mit Frischhaltefolie und lassen Sie die Haarkur für eine Stunde einwirken. Danach waschen Sie die Haare noch einmal gründlich mit einem milden Shampoo aus. Zwiebelgeruch müssen Sie danach keinen mehr befürchten.

Helfen Zwiebeln gegen jede Art von Haarausfall?

Leider nein! Die Zwiebel-Haarmaske wirkt durchblutungsfördernd und wirkt nur bei diffusem Haarausfall. Dies ist auf die durchblutungsfördernde Wirkung zurückzuführen. Eine verbesserte Durchblutung fördert die Neubildung der Haarwurzeln. Gegen einen erblich bedingten Haarverlust hilft die Zwiebelkur leider nicht.

Aber auch in diesem Fall müssen Sie nicht mehr länger mit Haarausfall leben. Gegen erblich bedingten Haarverlust, den man auch als androgenetische Alopezie bezeichnet, hilft Ihnen eine Haartransplantation. Dabei werden Ihnen eigene Haare aus einem Spenderareal, meist am Hinterkopf, entnommen und an den kahlen Stellen wieder eingepflanzt. Dort wachsen Sie dann ganz normal weiter. Der Hinterkopf ist ideal als Spenderbereich geeignet, weil dort die Hare nicht ausfallen. Das heißt, Haare, die Ihnen einmal transplantiert wurden, fallen Ihnen nicht wieder aus. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Haartransplantation, um endlich wieder dichte Haare zu bekommen. Die Haartransplantation hilft auch bei Geheimratsecken oder einem zurückgewichenen Haaransatz.

Haarausfall ist oftmals eine psychische Belastung

Für die meisten Betroffenen ist Haarausfall eine hohe psychische Belastung. Diese wird zum Teufelskreis, da psychischer Stress den Haarschwund noch zusätzlich verstärken kann. Wenn Sie von Haarverlust betroffen sind, bewahren Sie erst mal Ruhe und suchen Sie einen Arzt auf, um die Ursache herauszufinden. Oftmals ist der Haarausfall harmloser Natur oder auf genetische Faktoren zurückzuführen. Ihnen kann in jedem Fall geholfen werden! Sobald die Ursache feststeht, kann Ihnen Ihr Arzt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen.

Wenn für Sie keine Shampoos, Medikamente oder Hausmittel wie die Zwiebelkur in Frage kommen, kann Ihnen eine Haartransplantation immer noch helfen. Sie ist zudem die einzige Lösung, die Ihnen ein Leben lang bleibt, ohne dass Sie mit Folgekosten rechnen müssen. Für Shampoos, Tinkturen und andere Spezialprodukte fallen Kosten an. Zudem helfen diese Mittel nur solange, wie Sie sie anwenden. Sobald Sie die Produkte absetzen, kehrt der Haarausfall zurück. Sie haben bei der Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten also Folgekosten, wenn Sie keinen weiteren Haarausfall riskieren möchten.

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