Spenderbereich nach der Haartransplantation

Spenderbereich nach der Haartransplantation

Bei der Haartransplantation mit Eigenhaar, werden dem Patienten aus dem Spenderbereich eigene Haare entnommen, um Sie an den gewünschten Stellen wieder zu implantieren. Es findet also eine Umverteilung der Haare auf die kahlen Stellen auf der Kopfhaut statt, sodass die Haare wieder voller wirken.

Als Spenderbereich dient meistens der Hinterkopf, da dort die Haare weitestgehend unempfindlich gegen das sogenannte Dihydrotestosteron oder kurz DHT sind. DHT ist ein Stoffwechselprodukt, das bei der Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron anfällt. Bei vielen Menschen reagieren die Haarfollikel allergisch gegen das Dihydrotestosteron, weshalb die Haare ausfallen. Im Bereich des Hinterkopfes hingegen fallen die Haare so gut wie nie aus. Deshalb entsteht bei vielen Männern die sogenannte Tonsur, die auch als Mönchsglatze bezeichnet wird. Die Haare fallen also am Oberkopf aus, aber an den Seiten und dem Hinterkopf bleiben die Haare bestehen. Aber wie sieht der Hinterkopf nach der Haartransplantation aus, wenn dort Spenderhaare entnommen wurden?

Der Spenderbereich bei Anwendung der FUT-Methode

FUT ist die Abkürzung für Follicular Unit Transplantation. Bei dieser Methode zur Haartransplantation dauert die Heilung des Spenderbereichs länger, als wenn die schonendere FUE-Methode zum Einsatz kommt. FUE bedeutet Follicular Unit Extraction.

Die FUT-Methode kommt nur noch sehr selten und in Ausnahmefällen zum Einsatz. Bei diesem Verfahren werden die Haare im Spenderbereich rasiert. Im Anschluss wird dann ein Hautstreifen aus dem behaarten Hinterkopf entnommen. Der Hautstreifen ist etwa einen bis zwei Zentimeter breit und bis zu 20 cm lang. Die Wunde muss genäht oder geklammert werden. Sie hinterlässt eine verhältnismäßig große Narbe auf der Kopfhaut. Die Klammern oder Fäden werden 10 bis 14 Tage nach dem Eingriff wieder entfernt.

Da die Narbe recht groß ist, können bei der Heilung Probleme entstehen. Vor allem in den ersten Tagen nach der Haartransplantation kann es zu Schmerzen am Hinterkopf kommen. Gegen die Schmerzen erhalten Sie jedoch für gewöhnlich von der Haarklinik, in der Sie den Eingriff vornehmen haben lassen, ein Schmerzmittel. Viele Patienten möchten es nicht in Kauf nehmen, dass eine lebenslange Narbe auf dem Kopf zurückbleibt.

Spenderbereich

Beim Waschen und kämmen der Haare muss der Patient besonders vorsichtig sein, wenn die Haartransplantation nach der FUT-Methode erfolgt ist. Sonst kann der Betroffene sich verletzen oder die Krusten, die bei der Wundheilung entstehen wieder aufreißen. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist das Spenderareal meistens gerötet und geschwollen.

Die Narbe kann unterschiedlich gut abheilen. Sie kann sowohl breit als auch wulstig abheilen. Wenn die Narbe breit ist und sie Sie stört, können Sie sich auf die Narbe später mit der FUE-Methode Haare transplantieren lassen. Dazu muss die Narbe jedoch vollständig verheilt sein.

Bei der FUE-Methode werden sogenannte Slits in der Kopfhaut angelegt. Dabei handelt es sich um winzige Einstichkanäle, in die die Haare später implantiert werden. Falls die Narbe wulstig ist, können Sie die Narbe mit einem Laser behandeln lassen, damit sie flacher wird.

Wie sieht der Spenderbereich nach Einsatz des FUE-Verfahrens aus?

Die FUE-Methode ist deutlich schonender für die Kopfhaut und den Patienten, als das FUT-Verfahren. Bei der FUE-Haartransplantation muss das Spenderareal, also in den meisten Fällen der Hinterkopf, ebenfalls rasiert werden. Die Haarfollikel werden in dem Bereich entnommen, in dem sich die meisten Haare befinden. Die Haare können nicht nur am Hinterkopf, sondern auch oberhalb der Ohren entnommen werden. Die sogenannten Grafts werden mit einer speziellen und sehr feinen Hohlnadel extrahiert. Bei den Grafts handelt es sich um follikuläre Einheiten, die immer aus einem bis zu fünf Haaren bestehen.

Dadurch dass die Hohlnadel sehr dünn ist, entstehen bei der Entnahme der Grafts nur sehr kleine Einstiche, die später winzige punktförmige Narben hinterlassen. Diese müssen nicht vernäht werden und heilen sehr gut ab. Zudem werden die Mikronarben später von den Haaren überdeckt.

Nach der Haartransplantation kann es zu Schmerzen im Spenderbereich und in den Empfängerbereichen, also dort, wo die Spenderhaare wieder eingesetzt wurden, zu Schmerzen kommen. Gegen die Schmerzen bekommen Sie jedoch ein Schmerzmittel.

Im Spenderareal kann es außerdem zu Rötungen und Schwellungen kommen. Darüber hinaus können sich Krusten auf der Kopfhaut bilden, die jedoch nach 10 bis 14 Tagen wieder verschwinden. Die Schwellungen verschwinden für gewöhnlich innerhalb weniger Tage. Die Rötungen klingen ebenso wie die Krusten nach 10 bis 14 Tagen wieder ab.

Schonende Verfahren auf Basis der FUE-Methode

Die FUE-Methode wurde vor allem in den letzten Jahren sehr stark weiter entwickelt. Dadurch sind verschiedene Verfahren zur Haarverpflanzung, die auf der FUE-Methode basieren, noch schonender für den Patienten.

Beim klassischen FUE-Verfahren werden die Haarfollikel mit einer Hohlnadel aus Stahl extrahiert. Bei der FUE-Gold-Methode kommt eine Nadel aus Gold zum Einsatz. Diese hinterlässt kleinere Einstiche, sodass die Heilung noch schneller erfolgt. Zudem erlaubt die Gold-Nadel ein noch präziseres Arbeiten.

Die Perkutan-Methode basiert ebenfalls auf dem FUE-Verfahren. Bei dieser Methode zur Haartransplantation wird jedoch nicht mit einer Nadel gearbeitet, sondern mit einer speziellen Pinzette. Dadurch bleiben die Entnahmestellen sehr klein und die Heilung im Spenderareal kann noch schneller fortschreiten.

Spenderbereich Haartransplantation

Worauf sollte man nach der Haarverpflanzung achten?

In den ersten Tagen nach der Haartransplantation beginnt der Spenderbereich zu jucken. Sie sollten es zwingend vermeiden, Ihren Kopf zu kratzen, da es sonst zu Infektionen kommen kann. Zudem entstehen durch die Heilung Krusten, die beim Kratzen abgerissen werden könnten.

In der Nacht sollten Sie zum Schlafen ein Nackenkissen verwenden, das Sie mit einer Einmalunterlage abdecken sollten. Die Unterlage muss täglich gewechselt werden. In den ersten fünf Tagen ist es wichtig, dass Sie ausschließlich auf dem Rücken schlafen. Ab der sechsten Nacht dürfen Sie wieder auf der Seite schlafen, falls Sie Seitenschläfer sind. Dann dürfen Sie auch wieder Ihr normales Kopfkissen verwenden. Das Nackenkissen müssen Sie dann nicht mehr nutzen.

Nach der Haarverpflanzung sollten Sie auf Salz verzichten, da das Gewürz den Blutdruck erhöhen kann. Der Spenderbereich und natürlich auch die Empfängerbereiche können besser heilen, wenn Sie sich an diese Anweisungen halten. Nach der Haartransplantation sollten Sie außerdem folgende Dinge beachten:

  • Trinken Sie nach dem Eingriff zehn Tage keinen Alkohol
  • Trinken Sie in den ersten zehn Tagen täglich mindestens drei Liter Wasser
  • Verzichten Sie 14 Tage auf körperliche Anstrengungen und Sex
  • Verzichten Sie in den ersten 14 Tagen außerdem auf Sport
  • Nach dem Eingriff dürfen Sie einen Monat lang nicht das Solarium, die Sauna oder das Schwimmbad besuchen

Wenn Sie sich daran halten, heilen die Krusten sehr schnell wieder ab und Sie vermeiden es, eine Infektion zu bekommen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie sich nicht den Kopf stoßen.

Der Shock Loss

Nach der Haartransplantation kann es im Spenderbereich zu einem sogenannten Shock Loss kommen. Das bedeutet, dass Ihnen die Haare rund um die Entnahmestellen ausfallen können. Dies passiert nicht bei jedem Patienten. Falls es bei Ihnen zu einem Shock Loss kommt, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Die Haare wachsen Ihnen wieder nach.

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