Haartransplantation negative Erfahrungen

Bei einer Haarverpflanzung handelt es sich grundsätzlich um einen Routineeingriff. Schönheitskliniken und spezielle Haarkliniken sind auf Haartransplantationen spezialisiert und führen diese tagtäglich durch. Dennoch hört man immer wieder, dass Menschen negative Erfahrungen mit Haartransplantationen machen. Dabei lassen sich immer mehr Männer und auch Frauen Haare transplantieren, um kahle Stellen auf der Kopfhaut aufzufüllen und volleres Haar zu bekommen. Schließlich steht eine üppige Haarpracht für Jugendlichkeit, Gesundheit und Vitalität.

Die Haarverpflanzung ist zudem die einzige Möglichkeit, die dauerhaft gegen erblich bedingten Haarausfall hilft. Gegen diese Variante des Haarausfalls gibt es zwar auch andere Lösungen wie Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Minoxidil oder Medikamente wie Propecia, die allerdings langfristig angewendet werden müssen. Sobald die Mittel abgesetzt werden, kehrt auch der Haarausfall zurück. Darüber hinaus sind die Nebenwirkungen solcher Mittel nicht zu unterschätzen. Bei einer erfolgreichen Haartransplantation bleiben Ihnen die Haare ein Leben lang erhalten. Sie fallen nicht wieder aus!

Wenn Patienten mit Haarverpflanzungen unzufrieden sind

Ein Großteil der Patienten, die eine Haartransplantation durchführen lassen haben, sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Auf Bewertungsportalen berichten zahlreiche Menschen darüber, wie dankbar sie dafür sind, endlich wieder volle Haare zu haben. Andere wiederum berichten von negativen Erfahrungen nach einer Haartransplantation.

In diesem Fall werden die Schönheitskliniken bzw. die Haarchirurgen regelrecht in der Luft zerrissen und schlecht gemacht. Es ist verständlich, dass die Patienten, die ihre Haarverpflanzung als misslungen empfinden, sich Luft machen wollen. In manchen Fällen sind die schlechten Bewertungen durchaus gerechtfertigt, jedoch nicht in allen.

Negative Bewertungen sollten Sie immer kritisch betrachten bzw. mit gesundem Menschenverstand lesen. Bei einer Haartransplantation handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff. Es ist also eine Operation, die in den menschlichen Organismus eingreift. Jeder Mensch erlebt eine Operation anders.

Damit Sie möglichst keine Schmerzen bei der Haarverpflanzung verspüren, bekommen Sie zunächst eine lokale Betäubung der Kopfhaut. Diese wird für gewöhnlich mit einer Spritze gemacht. Manche Patienten reagieren schon beim Anblick der Nadel mit Schmerzen oder Unbehagen. Wenn der Haarchirurg nicht sonderlich mitfühlend ist, kann es schnell zu einer schlechten Bewertung kommen und es wird behauptet, dass der behandelnde Haarchirurg unfreundlich war und die Betäubung äußerst schmerzhaft war. Dies sagt jedoch nichts über die Qualität der Haartransplantation aus.

Wenn die anderen Bewertungen der entsprechenden Schönheits- oder Haarklinik überwiegend positiv sind, ist davon auszugehen, dass es sich nur um Ausnahmefälle oder schlichtweg um falsche Bewertungen handelt. Sie sollten in jedem Fall hellhörig werden, wenn eine Klinik überwiegend schlechte Bewertungen hat. Dann sollten Sie sich lieber nach einer anderen Klinik bzw. einem anderen Haarchirurgen umsehen.

Kann bei einer Haartransplantation etwas schief gehen?

Eine Haartransplantation ist ein schönheitschirurgischer Eingriff. Operative Eingriffe, auch wenn sie nur minimalinvasiv sind, können gewisse Risiken und Nebenwirkungen haben.

Die meisten Patienten empfinden die Haarverpflanzung jedoch dann als misslungen, wenn sie glauben, dass etwas nicht richtig gelaufen ist. Dann geben sie dem behandelnden Arzt schuld, dass sie nicht ordentlich beraten wurden oder das ‚versprochene‘ Ergebnis nicht mit den Vorher-Nachher-Bildern übereinstimmt. Häufig findet man dann auf Bewertungsportalen Aussagen darüber, dass die Haartransplantation misslungen sei und wenn man schon so viel Geld dafür bezahlt, ob es dann nicht hätten auch mehr Haare sein können. Oder die Betroffenen beschweren sich darüber, dass sie sich von dem Geld, das sie aus dem Fenster geworfen haben, auch hätten andere Dinge leisten können.

Vorher-Nachher-Bilder dürfen nicht gezeigt werden

In der Heilkunde gibt es ein Werbegesetz, das besagt, dass auf deutschen Webseiten keine Vorher-Nachher-Bilder gezeigt werden dürfen. Dies ist unseriös. Der Arzt darf Ihnen allerdings im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs solche Bilder zeigen. Auf Webseiten sind sie nicht erlaubt! Ärzte, die sich nicht an dieses Gesetz halten bzw. entsprechende Kliniken, können abgemahnt werden.

Welche Dinge werden bei einer Haartransplantation besonders häufig bemängelt?

Viele Patienten beschweren sich in den Bewertungen darüber, dass die Beratung nur oberflächlich war und das fast nur auf die positiven Seiten einer Haarverpflanzung hingewiesen wurde, aber kaum auf die Risiken und Nebenwirkungen. Seriöse Haarchirurgen werden Sie auch auf die negativen Aspekte einer Haartransplantation hinweisen.

Manche Patienten ärgern sich darüber, dass sie nicht richtig darüber aufgeklärt wurden, dass eine Haartransplantation manchmal mehr als nur eine Sitzung benötigt. In manchen Fällen wird die Haarverpflanzung zudem zu früh durchgeführt. Es ist nicht sinnvoll, die Haare zu transplantieren, wenn die Haare noch ausfallen. Die Haartransplantation sollte eigentlich erst dann durchgeführt werden, wenn die Haare nicht mehr weiter ausfallen. Keine Angst! Die Haare am Hinterkopf bleiben für gewöhnlich bestehen. Aus diesem Grund werden die Haare am Hinterkopf meistens als Spenderhaare eingesetzt.

Nach dem Eingriff kann es zu dunklen roten Punkten auf der Kopfhaut kommen. Das ist völlig normal und kann unter Umständen mehrere Monate lang anhalten. Der Haarchirurg ist dazu verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen. Manche Patienten ärgern sich über die geröteten Stellen und schreiben aus diesem Grund eine schlechte Bewertung. Die roten Stellen verschwinden jedoch spätestens dann bzw. sind nicht mehr sichtbar, wenn die Haare zu wachsen beginnen.

Vor der Haartransplantation ermittelt der Haarchirurg Ihre natürliche Haarlinie. Wenn dies nicht geschieht, kann dies einen unnatürlichen Haaransatz zur Folge haben, den die Patienten dann in negativen Bewertungen bemängeln.

Jeder Mensch und jede Kopfhaut reagiert anders auf den Eingriff. So gibt es gewisse Risiken wie stärkere Nachblutungen, Wundwucherungen und Narbenschmerzen, die länger anhalten können. Dies kann, muss aber nicht passieren. Risiken und Nebenwirkungen treten für gewöhnlich eher selten auf. Dennoch muss der Haarchirurg Sie darauf hinweisen.

Andere Patienten erwarten sich für das bezahlte Geld ein besseres Ergebnis und beklagen sich in negativen Bewertungen darüber, dass sie sich das Geld hätten auch sparen können. Selbst dann, wenn die Haarverpflanzung grundsätzlich gut gelaufen ist. Oft kommen die negativen Bewertungen also durch eine schlechte Beratung zustande, aber nicht unbedingt, weil das Ergebnis der Haartransplantation misslungen ist. Auch bei einer gelungenen Haarverpflanzung kommen negative Bewertungen vor, die schlichtweg darauf zurückzuführen sind, dass der Patient längere Zeit mit Schmerzen zu kämpfen hatte oder nicht auf eventuelle Beschwerden, die  nach dem Eingriff entstehen können, hingewiesen wurde.

Worauf Sie beim Beratungsgespräch achten sollten

Bevor Sie sich für oder gegen eine Haartransplantation entschließen, lassen Sie sich ausführlich beraten und auch die Klinik zeigen. Seriöse Haarchirurgen nehmen sich viel Zeit für die Beratung. Lassen Sie sich auch ruhig von mehreren Kliniken beraten. Die Beratung ist für gewöhnlich kostenpflichtig. Die Kosten werden jedoch erstattet, wenn Sie sich für eine Haarverpflanzung in der Klinik entscheiden.

Wenn Sie sich bereits beim Beratungsgespräch nicht gut aufgehoben fühlen, unfreundlich behandelt werden und man nicht auf Ihre Fragen eingeht, entscheiden Sie sich lieber für eine andere Klinik! Der Haarchirurg muss Sie nicht nur auf die positiven Aspekte einer Haartransplantation hinweisen, sondern auch auf die negativen Seiten, wie eventuelle Risiken und Nebenwirkungen.

Der Arzt sollte Sie auch darauf hinweisen, dass in Ausnahmefällen mehr als nur eine Sitzung für einen gelungen Eingriff erforderlich ist. Viele Haarkliniken werben mit dem Versprechen, dass nur eine Sitzung nötig ist. In vielen Fällen ist das tatsächlich auch so. Dies ist allerdings von der Stärke des Haarausfalls abhängig. Wenn Sie sehr starken Haarausfall haben und schon fast eine Glatze aufweisen, dann benötigen Sie möglicherweise sogar zwei oder drei Sitzungen für eine gelungene Haartransplantation.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten bzw. Techniken für die Haartransplantation wie die FUE- und die FUT-Technik. Der Arzt muss Sie darauf hinweisen und Ihnen die Vor- und Nachteile erklären. Manche Methoden sind schonender als andere.

Bei der FUE-Methode kann es nach dem Eingriff zu roten Pünktchen auf der Kopfhaut kommen. Diese bilden sich vor allem in den ersten Wochen. Die Wundstellen können zu nässen und zu schmerzen beginnen. In diesem Fall müssen Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Dennoch gilt die FUE-Methode als besonders schonend.

Zu Narbenschmerzen kommt es, wenn überhaupt, für gewöhnlich nur in geringer Ausprägung, da die Einstiche für die Spenderhaare und die Entnahme der Haare mikroskopisch klein sind. Eine umfassende Beratung ist unerlässlich für das Gelingen einer Haartransplantation.

Bei der Wahl der Haarklinik sollten Sie neben den Bewertungen auch darauf achten, wie lange die Klinik schon besteht, bzw. wie viele Jahre lang die Haarchirurgen Erfahrungen haben. Je mehr Erfahrung ein Haarchirurg hat, desto besser wird das Ergebnis. Darüber hinaus ist es wichtig, dass moderne und schonende Verfahren zur Haartransplantation angeboten werden.

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