Barthaartransplantation

Männern sind heutzutage nicht mehr nur volle Haare sehr wichtig, sondern auch ein dichter Bart. Schließlich sind Barthaare ein bedeutendes Symbol der Männlichkeit. Ob 3-Tage-Bart, Oberlippen- oder Vollbart, Bärte liegen voll im Trend. Immer mehr Männer entscheiden sich dafür, einen Bart zu tragen.

Nur leider ist der Bartwuchs bei vielen Männern sehr unregelmäßig, spärlich oder die Gesichtsbehaarung weist kahle Stellen auf. In diesem Fall kann eine Barthaartransplantation helfen. Die Haartransplantation hat sich in den letzten Jahren in rasanter Geschwindigkeit, drastisch weiterentwickelt. Die Verpflanzung von Haaren ist heutzutage sehr schonend möglich.

Gründe für einen schwachen Bartwuchs

Während manche Männer davon genervt sind, sich ständig rasieren zu ‚müssen‘, weil sie über einen derart schnellwachsenden und üppigen Bart verfügen, ärgern sich andere Männer über einen unregelmäßigen oder spärlichen Bartwuchs. Die Gründe für eine lichte Gesichtsbehaarung sind vielfältig.

Bei den meisten Männern ist bereits in der Pubertät zu erkennen, ob der Bart später schön und gleichmäßig heranwächst oder ob er unregelmäßig mit kahlen Stellen sein wird. Wenn Sie bereits Mitte Zwanzig sind und Ihr Bart immer noch nicht so richtig wächst, kann dies eine genetische Veranlagung sein. Wahrscheinlich haben Ihr Vater und Ihr Großvater auch eher einen spärlichen Bart.

Ein schwacher Bartwuchs kann jedoch auch die Folge eines Vitamin- und Nährstoffmangels sein. Darüber hinaus kommt ein Testosteron-Mangel für die spärliche Gesichtsbehaarung in Frage. Ein Testosteron-Mangel betrifft für gewöhnlich eher ältere Männer. Aber auch in jungen Jahren, kann der Testosteron-Spiegel zu niedrig sein. Lassen Sie diesen unbedingt beim Arzt überprüfen.

Falls Sie an Akne leiden, bzw. Ihre Gesichtshaut Aknenarben aufweist, ist es möglich, dass auf den Narben keine Haare wachsen und der Bart aus diesem Grund so unregelmäßig wächst. In diesem Fall kann eine Bartransplantation helfen.

Gegen einen unregelmäßigen Bartwuchs können Sie in jedem Alter etwas tun!

Die passende Bartfrisur ist entscheidend

Wenn Sie unter einem unregelmäßigen Bartwuchs leiden, kann Ihnen eine Barttransplantation helfen. Vielleicht reicht es aber auch schon aus, wenn Sie einfach nur Ihre Bartfrisur ändern. Lassen Sie sich vom Friseur oder einem Barbier beraten.

Wenn Sie einen Dreitagebart tragen, fällt es kaum auf, wenn die Barthaare nicht gleichmäßig wachsen. Sind die Barthaare an den Koteletten und Wangen zu dünn, kann es helfen, wenn Sie diese Stellen rasieren und stattdessen einen Goatee oder Schnauzer tragen. Ist der Bart sehr lückenhaft? Dann ist es besser, wenn Sie eine Vollrasur bevorzugen. Möchten Sie sich dennoch einen Bart stehen lassen, kann es sinnvoll sein, wenn Sie eine Barttransplantation in Betracht ziehen.

Auf welche Bartfrisuren Sie besser verzichten sollten

Wenn Ihr Bart Unregelmäßigkeiten aufweist, sollten Sie besser keinen Vollbart tragen, da dieser die Unregelmäßigkeiten nicht kaschieren kann. Durch die kahlen Stellen wirkt der Bart ungepflegt. Viele Männer färben sich den Bart. Wenn Sie einen spärlichen Bart haben, sollten Sie darauf verzichten. Durch das Färben treten kahle Stellen nur noch mehr in den Vordergrund.

Sorgen Sie für eine gute Durchblutung und versorgen Sie Ihren Bart mit Nährstoffen

Für ein gutes Bartwachstum ist es sehr wichtig, dass Ihre Gesichtshaut gut durchblutet wird. Sie können die Durchblutung verbessern, indem Sie den Bart regelmäßig kämmen und bürsten. Machen Sie außerdem regelmäßige Peelings, damit die Barthaare nicht mehr einwachsen.

Im Handel sind spezielle Pflegemittel für den Bart erhältlich, wie Lotions und Tabletten. Diese verbessern das Haarwachstum. Nicht nur für die Kopfhaut, sondern auch für den Bart sind Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Minoxidil erhältlich. Diese zögern den Haarausfall hinaus und können ihn sogar stoppen. Die feinen Flaumhaare können dadurch an Festigkeit zunehmen.

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Mineralien, Zink, Biotin und Kieselerde, können das Bartwachstum ebenfalls verbessern. Wichtig ist, dass Sie eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil anstreben.

Kann eine Hormon-Therapie helfen?

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder einem Urologen auf einen Testosteron-Mangel untersuchen. Bei einem Testosteron-Mangel können die Barthaare ausfallen. Ein Arzt wird Ihnen jedoch keine Hormon-Therapie verschreiben, wenn diese gesundheitlich nicht gerechtfertigt ist. Sollte ein Mangel vorliegen und Sie leiden neben einem spärlichen Bartwuchs auch noch unter weiteren Beschwerden, kann eine Hormon-Therapie hilfreich sein.

Die Hormon-Therapie birgt leider auch gewisse Risiken. Wenn Sie zu viel Testosteron im Blut haben, können die Kopfhaare ausfallen. Sie können den Testosteron-Spiegel teilweise auch selbst beeinflussen. Zum Beispiel durch Sport und ein gutes Liebesleben. Sollten Sie an Übergewicht leiden, ist es wichtig, dass Sie Ihr Bauchfett reduzieren. Dann steigt auch der Testosteron-Spiegel wieder an.

Für viele Männer ist die Barttransplantation der letzte Ausweg

Mittlerweile unterziehen sich nicht mehr nur prominente Männer einer Haarverpflanzung oder Barttransplantation. Haartransplantationen sind in der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Männer entscheiden sich für eine Barttransplantation. Die Kosten für eine Barttransplantation, bei sehr spärlicher Gesichtsbehaarung, belaufen sich auf etwa 7.000 Euro.

Die Haare werden dabei aus dem Spenderareal, meist dem Hinterkopf, entnommen und an die gewünschten Stellen transplantiert. Nach etwa drei Monaten wachsen dann wieder neue Barthaare. Die transplantierten Haare fallen nicht wieder aus und bleiben Ihnen ein Leben lang erhalten.

Wie funktioniert eine Barttransplantation?

Wenn Sie einen spärlichen Bartwuchs haben, kann dieser erblich bedingt sein oder auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückzuführen sein. Auch bei einer Narbenbildung durch Akne, wachsen auf den vernarbten Stellen keine Barthaare mehr. Sollte Ihnen bis zum Ende der Pubertät immer noch kein dichter Bart gewachsen sein, ist es sehr unwahrscheinlich, dass noch von selbst weitere Barthaare wachsen. Bei kahlen oder lichten Stellen kann Ihnen dann nur noch eine Barttransplantation helfen.

Für die Barttransplantation, werden Ihnen Haarfollikel aus dem Spenderareal, meist dem Hinterkopf, entnommen. Die Haarfollikel werden dann auf ihre Aktivität überprüft. Nur besonders aktive Haarwurzeln eignen sich für die Barttransplantation. Die aktiven Haarfollikel werden in einer speziellen Nährlösung aufbereitet.

Im Anschluss werden die Haarfollikel in die kahlen Stellen auf Wangen, Kinn und Oberlippe transplantiert. Auch Narben, auf denen keine Haare mehr wachsen, lassen sich auf diese Weise wieder auffüllen.

Nun brauchen Sie ein paar Monate Geduld, bis die neuen Barthaare zu wachsen beginnen, da Sie sich erst regenerieren müssen. Nach ein paar Monaten erreichen Sie dann den vollen Bartwuchs.

Nach dem Eingriff können Sie sich über einen vollen und gleichmäßigen Bartwuchs freuen. Die Barttransplantation wirkt sehr natürlich. Niemand wird bemerken, dass Sie eine Barttransplantation haben durchführen lassen.

Bevor der Eingriff stattfindet, erhalten Sie selbstverständlich erst eine ausführliche Beratung. Der Eingriff wird zudem sehr sorgfältig mit Ihnen gemeinsam geplant, sodass Sie das Ergebnis erhalten, das Sie sich wünschen.

Wissenswertes über die Spenderhaare für die Barttransplantation

Wenn Sie keine Kopfbehaarung mehr haben, können auch andere Körperhaare für das Auffüllen Ihres Bartes verwendet werden. So lassen sich zum Beispiel auch Rücken- und Brusthaare oder Ihre Beinhaare als Spenderhaare einsetzen.

Welche Haare geeignet sind, ist von der Beschaffenheit abhängig. Vor dem Eingriff wird der Haarchirurg Sie gründlich untersuchen und Ihnen dann mitteilen, welche Körperbehaarung für Sie als Spenderhaar geeignet ist.

Anders als Kopfhaare wachsen Barthaare einzeln. Deshalb können Sie auch nur einzeln transplantiert werden. Kopfhaare hingegen wachsen in kleinen Bündelungen von einem bis zu fünf Haaren. Diese Bündelung wird auch als follikuläre Einheit oder Graft bezeichnet.

Der Haarspezialist braucht sehr viel Erfahrung für die Barttransplantation und sollte mindestens 10 Jahre Erfahrung im Bereich der Haartransplantation vorweisen können. Für den Eingriff wird die genau Wuchsrichtung der Haarfollikel berücksichtigt und die Haardichte. Nur dann ist ein natürliches Ergebnis möglich.

Die Größe der Fläche, die aufgefüllt werden muss, bestimmt wie viele Haare für die Barttransplantation benötigt werden. Bei kleineren Stellen reichen oft weniger als 100 Haare aus. Wenn Sie einen vollflächigen Bartwuchs wünschen, werden bis zu 2.000 Haare benötigt. Die Anzahl der benötigten Haare wird vor dem Eingriff genau bestimmt.

Die Eigenhaartransplantation bietet viele Vorteile

Für die Barttransplantation ist die sogenannte Eigenhaartransplantation sehr gut geeignet. Wenn für den Eingriff nur wenige Haare benötigt werden, werden Ihnen nur einzelne Haarfollikel entnommen, um sie dann an den kahlen Stellen wieder zu verpflanzen.

Wenn für die Barttransplantation sehr viele Haare benötigt werden, kann auch ein ganzer behaarter Hautstreifen aus dem Hinterkopf entnommen werden. Aus dem Hautstreifen werden dann die einzelnen Haarfollikel entnommen.

Die Eigenhaartransplantation bietet viele Vorteile. Sie ist besonders schonend für die Gesichtshaut. Es bleiben kaum sichtbare Narben zurück. Die Haare wachsen sehr gut ein. Die Haare wachsen nach einer Zeit sehr kräftig heran, sodass sich ein schöner, dichter Bart bildet.

Ist die Barttransplantation schmerzhaft?

Vor dem Eingriff wird Ihre Kopfhaut betäubt. Die Stellen im Gesicht, in denen die Haare wieder transplantiert werden, werden ebenfalls betäubt. Sie werden von der Barttransplantation also kaum etwas spüren.

Je nach Menge der einzusetzenden Haare kann der Eingriff mehrere Stunden dauern. Sie müssen sich währenddessen jedoch nicht langweilen. Sie können einen Film schauen, Musik hören oder ein Buch lesen.

Zwei Wochen nach der Barttransplantation dürfen Sie Ihren Bart wieder rasieren. Zu Beginn ist es möglich, dass die frisch implantierten Barthaare wieder ausfallen. Das ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Die Haarfollikel müssen sich erst wieder regenerieren. Danach wachsen die Barthaare wieder schneller. Nach etwa 4 bis 5 Monaten können Sie schon das Endergebnis sehen. Die Barthaare, die dann gewachsen sind, bleiben Ihnen ein Leben lang erhalten und fallen nicht wieder aus.

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