Covid-19 Haarausfall als Langzeitfolge

Covid-19: Haarausfall als Langzeitfolge

In der Medizin und in der Wissenschaft generell gilt: Wir befinden uns jederzeit auf dem aktuellen Stand des Nichtwissens. Bei der weltweiten Corona-Pandemie ist es genauso, wir wissen recht wenig Konkretes über die Spätfolgen der Infizierung mit dem Virus.

Unterschiedliche Krankheitsverläufe – unterschiedliche Spätfolgen

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 334.585 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, etwa 281.900 Menschen davon gelten derzeit als wieder genesen. So unterschiedlich die Verläufe der Krankheit sind, so verschieden fallen auch die Berichte über auftretende Spätfolgen aus: erhöhte Leberwerte, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten im Alltag, beeinträchtigter Geruchs- und Geschmackssinn und sogar Haarausfall nennen immer mehr Genesene.

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Typische Spätfolge von Corona: diffuser Haarausfall

In der Tat ist Haarausfall nicht untypisch nach einer schweren Erkrankung. Das Phänomen bezeichnet man als Telogenes Effluvium – eine Form des diffusen Haarausfalls. Sie setzt in den meisten Fällen zwei bis drei Monate nach der Erkrankung ein und sollte wenige Monate danach auch wieder von alleine verschwinden.

Covid-19

Telogenes Effluvium grenzt die möglichen Ursachen für Haarausfall ein, indem sie die typischen Ursachen für anagenes Effluvium weitgehend ausschließt – weist jedoch zudem noch nicht auf die Ursache des Problems oder auf erfolgversprechende Behandlungsansätze hin. Genauere Aussagen zum Telogenen Effluvium können erst durch die weitere Diagnostik getätigt werden. Dabei gehen Haare aus, die sich in der Ruhephase befinden, jedoch nicht geschädigt sind: Sie sind nicht abgebrochen und weisen keinen abnorm geformten oder verschmälerten Haarschaft auf.

Telogenes Effluvium ist ein gesteigerter Haarverlust respektive die Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle), muss aber nicht zu einer Alopezie führen. Der (immer erhebliche) Anteil des Kopfhaars, der sich in der Wachstumsphase befindet, ist davon nicht betroffen. Das Ausmaß des Haarverlusts durch Phasen von Telogen-Effluvium beträgt je nach Grund etwa 20 bis 50 Prozent des Kopfhaars. Da sich ein akutes telogenes Effluvium sich erst zwei bis vier Monate nach dem auslösenden Ereignis bemerkbar macht, erschwert es die Diagnostik. Aufgrund eines breiten Spektrums möglicher Trigger kann es passieren, dass die Ursache trotz weitreichender diagnostischer Bemühungen nicht zu ermitteln ist.

Welche Langzeitfolgen treten nach einer Covid-19 Erkrankung auf?

Über die Langzeitfolgen von Covid-19 ist bisher relativ wenig bekannt; nur zwei Prozent der Verstorbenen werden zurzeit obduziert. Dr. Jördis Frommhold, Fachärztin für innere Medizin und Lungenheilkunde, gibt zu bedenken, dass die Betroffenen zwar in der Statistik als gesund bzw. genesen gelten, sie seien es aber in keiner Weise. Sie bezeichnet ihre Patienten mit Lähmungserscheinungen, Leistungseinschränkungen und psychosomatischen Problemen als „nicht gesund und arbeitsfähig“.

Haarausfall als Langzeitfolge von Covid-19

Viele Patienten hätten, nachdem sie die schlimmste Phase der Erkrankung überstanden hätten, mit deutlichen Einschränkungen im täglichen Leben zu kämpfen. Diese Einschränkungen träten teilweise noch lange nach der Erkrankung auf. Diese Folgen treten dabei unabhängig von der Schwere der Erkrankung ein, sowohl bei milden, als auch kritischen Verläufen. Auch die körperliche Konstitution nimmt nicht immer Einfluss auf den Verlauf und die Schwere der Erkrankung und die Spätfolgen.

Covid-19 ist keine reine Lungenkrankheit

Professor Dr. David Horst, Direktor Pathologie Charité Berlin, bestätigt, dass es sich bei Covid-19 nicht um eine reine Lungenkrankheit handelt. Zum Beispiel könnten sich in den Gefäßen Blutgerinnsel bilden, die dann zu schweren Schäden an Herz, Nieren, Leber oder auch am Gehirn führen können. Dr. Horst wünscht sich von der Politik Rahmenbedingungen, die eine höhere Obduktionsquote in Deutschland erlauben.

Da man nur mit zahlreichen Obduktionen man tatsächlich viel über diese Erkrankung lernen könne, und da Sorgen vor einer Ansteckung durch eine Obduktion kontraproduktiv wären, sollte man diese Möglichkeit auch nutzen. Eine gewissenhafte Analyse der Todesfälle kann wichtige Erkenntnisse für die Therapie der Krankheit und damit auch der Langzeitfolgen führen.

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