Propecia

Propecia

Neben Hausmitteln und freikäuflichen Präparaten, die in jeder Drogerie erhältlich sind, gibt es auch Medikamente gegen Haarausfall. Viele Männer, aber auch Frauen, versprechen sich von der Einnahme, dass der Haarausfall schnell gestoppt wird und die Haare wieder wachsen. Die Medikamente halten dieses Versprechen für gewöhnlich, solange man sie einnimmt. Sobald sie wieder abgesetzt werden, ist es möglich, dass der Haarausfall wieder beginnt. Und zu welchem Preis nehmen die Betroffenen Medikamente wie Propecia ein? Haben diese Mittel Nebenwirkungen?

Propecia hat starke Nebenwirkungen

Ärzte müssen die Patienten auf Nebenwirkungen von Medikamenten wie Propecia hinweisen. Viele Männer nehmen für volles Haar Nebenwirkungen wie erektile Dysfunktionen in Kauf. Angeblich sollen diese Nebenwirkungen verschwinden, sobald das Medikament wieder abgesetzt wird. Allerdings beklagen viele Männer, die das Haarwuchsmittel über mehrere Jahre eingenommen haben, dass die Nebenwirkungen, nachdem das Mittel wieder abgesetzt wurde, auch nach 10 Jahren und mehr nicht wieder verschwunden sind.

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Der Wirkstoff von Propecia nennt sich Finasterid. Ursprünglich wurde Finasterid älteren Männern gegen Prostatabeschwerden verabreicht. Als Nebenwirkung begannen bei den Männern die Haare zu wachsen.

Das Pharmaunternehmen MSD brachte den Wirkstoff Finasterid aus diesem Grund 1998 unter dem Namen Propecia, in einer geringeren Dosis heraus, als das ursprüngliche Medikament gegen Prostatabeschwerden. Das Mittel sollte vor allem jungen Männern helfen, ihren Haarausfall wieder in den Griff zu bekommen. Viele Ärzte empfanden die möglichen Nebenwirkungen für vertretbar. Darunter unter anderem folgende Nebenwirkungen wie:

  • Libidoverlust
  • Erektile Dysfunktionen

Sobald das Medikament abgesetzt würde, würden auch sofort die Nebenwirkungen verschwinden, hieß es. Bei vielen Männern ließen die Nebenwirkungen auch nachdem Absetzen nicht wieder nach. Selbst nach 10 Jahren und mehr litten die Männer immer noch unter den Folgen. Mittlerweile wurden zudem noch weitere Nebenwirkungen in der Packungsbeilage aufgeführt wie Depressionen und Angststörungen. Ärzte sprechen nun vom sogenannten Post-Finasterid-Syndrom.

10 bis 15 Prozent aller Patienten leiden am Post-Finasterid-Syndrom

Im Jahr 2018 wurden alleine in Deutschland 55 Millionen Finasterid-Tabletten verkauft. Etwa 150.000 Männer nahmen das Medikament zu diesem Zeitpunkt ein. In Deutschland gibt es weit mehr als 150 Patienten, die nach dem Absetzen von Propecia an den Folgen des Medikaments leiden. Da sich immer mehr Patienten melden, haben die Folgen der Nebenwirkungen bereits eine eigene Bezeichnung bekommen. Das sogenannte Post-Finasterid-Syndrom ist für die Betroffenen sehr belastend.

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Der Wirkstoff Finasterid wird dennoch von 15 Unternehmen in Deutschland vertrieben. Der Grund dafür ist, dass das Haarwuchsmittel bereits vor über 20 Jahren europaweit zugelassen wurde und die Wirksamkeit gegen Haarausfall wissenschaftlich belegt ist. Die Meldungen über Nebenwirkungen und das Post-Finasterid-Syndrom häufen sich jedoch.

Die Patienten wurden befragt und etwa 10 bis 15 Prozent aller Betroffenen, die das Haarwuchsmittel einnahmen, leiden auch nach Absetzten von Propecia weiter unter den teils sehr starken Nebenwirkungen.

Die Hersteller von Propecia gaben einen Rote-Hand-Brief heraus

Propecia ist schon seit über 20 Jahren auf dem Markt. Und erst nach 20 Jahren, im Jahr 2018, gab der Hersteller des Medikamentes einen sogenannten Rote-Hand-Brief heraus, in dem auf die möglichen Nebenwirkungen hingewiesen wird. In den Brief wurde auf folgende schwere Nebenwirkungen hingewiesen:

  • Sexualstörungen
  • Depressionen
  • Suizidgedanken
  • Angst

In dem Brief weist der Hersteller MSD auch darauf hin, dass die Nebenwirkungen, selbst nachdem das Medikament abgesetzt wurde, länger als zehn Jahre weiter fortbestehen können. Aus diesem Grund ist eher davon abzuraten, das Medikament einzunehmen. Heutzutage gibt es Alternativen zu Medikamenten wie zum Beispiel die Haartransplantation oder Haarsysteme. Propecia hat zudem noch viele weitere Nebenwirkungen.

Propecia wird auch heute noch verschrieben

Die Zulassungsbehörde für Medikamente sieht immer noch keinen Bedarf, das Medikament vom Markt zu nehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist darauf hin, dass das ‚Risiko-Nutzen-Verhältnis von Finasterid (dem Wirkstoff von Propecia) im Rahmen der fortlaufenden Überwachung als positiv bewertet wurde.‘

Fakt ist, dass die Haare nach der Einnahme von Propecia wieder sprießen. Die Zulassungsbehörde sieht jedoch die Ärzte in der Pflicht, die Patienten auf diese drastischen Nebenwirkungen hinzuweisen.

Tausende Betroffene leiden unter den Nebenwirkungen von Propecia. Experten wollen erzwingen, dass das Medikament vom Markt genommen wird. Zudem ist Propecia nur ein Medikament, das eine kosmetische Verbesserung zur Folge haben soll. Aber zu welchem Preis? Diese schweren Nebenwirkungen sollte niemand in Kauf nehmen!

Wissenswerte Informationen über das Haarwachstum und die Wirkung von Propecia

Propecia ist ein Medikament, das nur für Männer geeignet ist. Es soll den erblich bedingten Haarausfall bei Männern stoppen und das Haarwachstum anregen. Das Haarwuchsmittel wirkt bei etwa 80 Prozent aller Männer. Verantwortlich für die Wirkung von Propecia ist der Wirkstoff Finasterid.

Finasterid ist dazu in der Lage, das Enzym 5-Alpha-Reduktase zu blockieren. Das Enzym hat die Aufgabe, dass männliche Sexualhormon Testosteron in die aktive Form Dihydrotestosteron umzuwandeln. Dieses Hormon ist jedoch wiederum verantwortlich für den Haarausfall.

Propecia ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das von einem Arzt verschrieben werden muss.

Der Wachstumszyklus des Haares

Der Wachstumszyklus des Haares besteht aus drei Phasen. In der sogenannten Anagenphase wachsen die Haare. Bei der Katagenphase handelt es sich um eine Übergangsphase. Die Telogenphase ist die Ruhephase. Jedes Haar kann bis zu sechs Jahre lang wachsen. 85 bis 90 Prozent aller Haare befinden sich in der Anagenphase. Sie sind also aktiv und wachsen. Die Übergangsphase dauert nur etwa zwei Wochen. Danach setzt die Ruhephase ein, die mehrere Monate dauern kann. Die Haarwurzeln sind dann jedoch noch nicht abgestorben. Sie ruhen nur und können in diesem Stadium noch reaktiviert werden. Erst am Ende der Ruhephase fällt das Haar aus.

Jedes Haar hat dabei seine eigene Wachstumsphase. Es kann also sein, dass sich ein Haar gerade in der Wachstumsphase befindet, während das andere Haar in der Übergangsphase oder in der Ruhephase ist. Nur weil der Wachstumszyklus für jedes Haar anders verläuft, hat jeder Mensch immer noch Haare auf dem Kopf.

Wie schnell wachsen Haare?

Jedes Haar wächst durchschnittlich 0,4 mm pro Tag. Wenn wir davon ausgehen, dass Sie etwa 100.000 Haare auf dem Kopf haben, wachsen Ihre Haare täglich insgesamt 40 Meter. Da die Wachstumsdauer mit etwa 6 Jahren begrenzt ist, können Haare nicht endlos lang werden. Dies gelingt wohl nur Rapunzel im gleichnamigen Märchen. Die Wachstumsdauer des Haares ist genetisch vorprogrammiert.

Warum fallen die Haare manchmal so schnell aus?

Wenn Sie an erblich bedingtem Haarausfall leiden, reagieren Ihre Haarfollikel empfindlich gegen das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) Das Hormon entsteht durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase, indem es das Testosteron zu DHT umwandelt. Dadurch wird die Wachstumsphase des Haares deutlich verkürzt. Die Haarwurzeln am Oberkopf verkümmern also, bis sie absterben und ausfallen.

Am Hinterkopf hingegen fallen die Haare meist nicht aus. Wenn die Haarwurzeln noch nicht abgestorben sind, lässt sich der Haarausfall stoppen. In vielen Fällen lässt sich das Haarwachstum sogar wieder anregen.

Propecia wirkt gegen Haarausfall

Propecia wirkt gegen Haarausfall, indem der Wirkstoff Finasterid das Enzym 5-Alpha-Reduktase in der Entstehung blockiert und das Testosteron dadurch nicht in DHT umgewandelt werden kann. Propecia ist geeignet für Männer im Alter von 18 bis 41 Jahren. Es wirkt jedoch nicht gegen alle Arten von Haarausfall. Es wirkt beispielsweise nicht bei Geheimratsecken oder bei Haarausfall im Endstadium.

Ist Propecia auch für Frauen geeignet?

Propecia ist nicht für Frauen geeignet! Insbesondere schwangere Frauen dürfen nicht mit dem Wirkstoff Finasterid in Berührung kommen. Beim Geschlechtsverkehr dürfen schwangere Frauen auch nicht mit dem Ejakulat in Berührung kommen, da es den Wirkstoff enthalten könnte.

Wenn schwangere Frauen Propecia einnehmen oder damit in Berührung kommen, kann es bei ungeborenen männlichen Kindern zu Missbildungen der äußeren Geschlechtsorgane kommen. Auch zerkleinerte oder zerbrochene Tabletten dürfen von schwangeren Frauen nicht berührt werden. Der Wirkstoff Finasterid könnte über die Haut aufgenommen werden und die Entwicklung des Babys negativ beeinträchtigen.

Kommt der Haarausfall zurück, wenn Propecia abgesetzt wird?

Propecia ist verschreibungspflichtig. Sie sollten täglich eine Tablette des Medikamentes einnehmen. Das Medikament sollte über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monate eingenommen werden, bis sich erste Verbesserungen der Haarsituation einstellen. Das Medikament muss täglich eingenommen werden, damit der Haarausfall sich verbessern kann oder gar gestoppt wird.

Wenn Sie Propecia absetzen, fallen die Haare nach etwa 6 Monaten langsam wieder aus. Nach 9 bis 12 Monaten haben Sie Ihre Haare wieder in den Ursprung zurück versetzt, wie sie vor der Einnahme waren.

Alternativen zu Propecia

Wenn Sie unter Haarausfall leiden, sollten Sie aufgrund der genannten Nebenwirkungen Abstand von Propecia nehmen. Eine gute Alternative sind Shampoos, Schäume und Tinkturen, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten. Diese werden auf die Kopfhaut aufgetragen und können den Haarausfall vermindern, stoppen oder gar das Haarwachstum anregen. Allerdings helfen diese Haarpflegeprodukte, ebenso wie Propecia, nur solange sie auch angewendet werden.

Eine Alternative zu Haarpflegeprodukten oder Medikamenten ist die Haartransplantation. Wenn diese für Sie nicht in Frage kommt, könnte Ihnen vielleicht die Haarpigmentierung, ein Haarsystem oder das Microneedling helfen.

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